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Viel Brisanz im Derby

15. Januar 2016
Hassloch. Rund 1000 Zuschauer werden in der dann ausverkauften Halle in Hochdorf-Assenheim am Freitagabend erwartet. Um 20 Uhr wollen die Handballer der TSG Haßloch noch einmal schaffen, was ihnen im Hinspiel gelang: einen Sieg über den Drittliga-Lokalrivalen TV Hochdorf. In dieser Begegnung steckt gehörig Brisanz.
Wenn die Handballteams der TSG Haßloch und des TV Hochdorf bisher aufeinandertrafen, dann wurden schon immer Superlative bemüht. So geschehen auch im Hinspiel Anfang September des vergangenen Jahres, als circa 1400 Handballfans in der ausverkauften Haßlocher Pfalzhalle einen in dieser Höhe niemals erwarteten Sieg (34:24) des Gastgebers teils ungläubig, teils euphorisch verfolgen durften. Ging es in diesem ersten Akt des „einzig wahren Pfalzderbys“ um eine Menge Prestige und wertvolle Drittligapunkte, so steckt im zweiten Showdown morgen in Hochdorf noch mehr Brisanz. Die beiden Kontrahenten müssen nämlich den Blick in der Tabelle nach unten richten, was im Falle des Drittliganeulings TSG Haßloch auch nicht unbedingt unerwartet kommt. Im Falle des ambitionierten TV Hochdorf ist dies jedoch umso überraschender. Coach Marco Sliwa sieht die Hauptursache für das recht schwache Abschneiden seines Teams hauptsächlich in der Verletztenmisere. Sliwa: „Unser Verletzungspech zog sich durch die gesamte Vorrunde und gipfelte im Ausfall von Schlüsselspieler Steffen Bühler, der über weite Strecken der Vorrunde schmerzlichst vermisst wurde.“ Spielmacher Tim Beutler pflichtet in dieser Hinsicht seinem Trainer bei und sieht darin auch die Ursache für die extreme „Berg- und Talfahrt“ bis zum Jahreswechsel. „Wir haben einfach keine Konstanz in unser Spiel bekommen. Ständig gab es verletzungsbedingte Veränderungen auf den Positionen, was sich insbesondere auf das Abwehrverhalten auswirkte.“ Tatsächlich gab man nach tollen Vorstellungen gegen die Spitzenteams aus Heilbronn, Nußloch und Konstanz immer wieder gegen schwächer eingeschätzte Teams teilweise unnötig Punkte ab. „Unser Schlüsselbegriff für den Rest der Runde lautet Konstanz“, bringt es Marco Sliwa treffend auf den Punkt.

Auch TSG-Coach Admir Kalabic hatte genug Gelegenheit, Verletzungen seiner Akteure zu beklagen, was sich gegen Ende des Jahres immer mehr zuspitzte und stark dazu beitrug, dass man das eminent wichtige letzte Heimspiel vor Weihnachten gegen den Tabellennachbarn VfL Pfullingen knapp verlor.

Gastgeber TV Hochdorf muss am morgigen Abend weiterhin auf die Langzeitverletzten Christopher Klee und Dominik Claus verzichten. Zudem haben Tim Beutler und Danny Purucker verletzungsbedingten Trainingsrückstand. Auch Admir Kalabic kann nur bedingt Entwarnung geben: „Ich bin sehr froh darüber, dass Thomas Zellmer in dieser Woche wieder mittrainieren konnte, doch Peter Masica (Rückenprobleme) und Sebastian Schubert (Nasenbeinbruch) konnten nur sehr eingeschränkt an den Einheiten teilnehmen.“

Beide Kontrahenten zollen sich im Vorfeld des Derbys gehörigen Respekt. So sprechen Sliwa und Beutler unisono von einem „sehr starken Aufsteiger aus Haßloch, der lediglich in der Fremde schwächelte“, und heben insbesondere die Qualität des Haßlocher Keepers Daniel Schlingmann hervor. Auch Admir Kalabic weiß um das Können der Hochdorfer Akteure und sieht das Team stärker, als es die Tabelle momentan darstellt.

Beide Parteien sagen für den morgigen Freitag ein sehr intensives, kampfbetontes Spiel voraus, in dem insbesondere Defensivqualitäten gefragt seien. „Eine nicht unwesentliche Bedeutung könnte abermals der Torhüterleistung zukommen“, unterstreicht Kalabic. Gerade in diesem Bereich lagen die Trümpfe im Hinspiel klar auf Seiten der TSG, da das Duo Eigenmann/Schlingmann vollends überzeugen konnte.

„Für uns ist spätestens nach dem verlorenen Spiel gegen Pfullingen klar, dass wir, um die Liga halten zu können, auch in der Fremde den einen oder anderen Punkt ergattern müssen. Das werden wir auch im Sportzentrum des TV Hochdorf versuchen, zumal die Anreise ja recht überschaubar ausfällt“, stellt Haßlochs Rückraumspieler Kevin Seelos fest.

(erab, DIE RHEINPFALZ, 14.01.2016)

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