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TVH will Saison ordentlich zu Ende bringen

03. Mai 2017



29 Spiele sind absolviert, eines steht noch aus: Zum Saisonabschluss reist der TV Hochdorf am Samstag, 19 Uhr, zum TSB Heilbronn-Horkheim. Der will noch Meister werden und aufsteigen, aber die Pfalzbiber verfolgen ihre eigenen Pläne.

Der Gegner: TSB Heilbronn-Horkheim

Mit 44:14 Punkten rangiert der TSB derzeit, punktgleich mit Tabellenführer SG Nußloch, der am vergangenen Samstag in Hochdorf zu Gast war, auf dem zweiten Tabellenplatz. Im Gegensatz zur SGN will Horkheim jedoch sein Aufstiegsrecht wahrnehmen. Das brachte TSB-Coach Jochen Zürn auf die Palme, wie er im Pressegespräch nach dem Spiel bei der SG Kronau/Östringen II artikulierte. »Es gibt Mannschaften wie Mundenheim und Zweibrücken, die jetzt wahrscheinlich den Gang in die Viertklassigkeit antreten müssen, die aber nicht sagen können: »Wir spielen nächstes Jahr Dritte Liga. Sollen doch andere absteigen oder niemand aufsteigen!« Aber andersrum geht das, und das verstehe ich nicht.« Das war jedoch nicht die einzige Geschichte, die zu dieser Partie zu erzählen ist: Horkheim überrollte Kronau, die im Vorfeld seit Januar ungeschlagen gewesen waren, nämlich regelrecht in deren Halle und gewann mit 40:23. Es war der höchste Auswärtssieg und zweithöchste Sieg aller Mannschaften in dieser Saison.

Im Allgemeinen präsentierten sich die »Hunters« in den vergangenen Wochen in prächtiger Form. »Die wollen unbedingt Meister werden«, weiß auch Hochdorfs Cheftrainer Stefan Bullacher. »Horkheim ist eine sehr eingespielte Mannschaft mit einem sehr guten Trainer.« Aus diesem Mannschaftsgefüge ragt der erst 18-jährige Sebastian Heymann, der nächstes Jahr ausschließlich für den Bundesligisten FRISCH AUF! Göppingen spielen wird, noch einmal heraus. »Das ist der beste Spieler der Liga«, sagt Bullacher, ohne lange zu überlegen. Er hat bereits 178 Saisontore erzielt — davon 177 aus dem Feld, Liga-Bestwert. Beim 29:26-Auswärtssieg beim Tabellendritten HBW Balingen/Weilstetten II sorgte er zuletzt mit 15 Feldtoren für Aufsehen. Linksaußen Marcel Lenz liegt in der teaminternen Torjägerliste mit 183/77 Treffern sogar noch vor ihm. Beide waren beim 34:29-Hinspielsieg in Hochdorf je zwölf Mal erfolgreich.

Die Pfalzbiber

Beim TVH hat sich die Woche über nicht viel verändert. Trotz der 23:30-Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Nußloch zeigte sich Bullacher zufrieden, genauso wie seine Mannschaft. »Wir waren froh, mal wieder gut gespielt zu haben«, war der A-Lizenz-Inhaber nach der nunmehr vierten Niederlage in Serie mit seinem Gewissen wieder im Reinen. »Die Stimmung im Training war demnach gut.«

In Horkheim wird es nun darum gehen, das Beste aus der Situation zu machen. Dass das Vorhaben, mindestens einen Zähler aus Baden-Württemberg mitzunehmen, einer Herkulesaufgabe gleicht, ist jedem der Beteiligten bewusst. Der Kader ist im Übrigen derselbe wie beim Nußloch-Spiel: Zu den Torhütern Lennart Schulte und Ladislav Kovacin sowie den übrig gebliebenen Feldspielern Benedikt Bayer, Vincent Klug, Tim Götz, Daniel Lanninger, Emanuel Novo und Nikola Sorda gesellen sich die Nachwuchsspieler Jona Eschbach und Sebastian Jochem. Mit diesen zehn wackeren Mannen will Bullacher am Samstag aber nichts unversucht lassen — wenngleich Jochen Zürn beim besagten Trainergespräch in Kronau im Sinne der Gerechtigkeit auch schon den Handballgott beschwor.

(Von Tobias Faller, 03.05.2017)

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