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TVH vor Heimspiel mit Personalsorgen

13. September 2016

Der TV Hochdorf hat am Samstagabend, 19:30 Uhr, die SG Köndringen/Teningen zu Gast. Beide Teams sind mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet und wollen nun das erste Erfolgserlebnis der jungen Saison feiern. TVH-Trainer Stefan Bullacher hat dabei jedoch Personalprobleme zu beklagen.

Nach Vincent Klug (Schulter), Robin Egelhof (Fuß) und Jan Claussen (Knie) hat es beim Spiel bei der TGS Pforzheim am vergangenen Wochenende auch noch Steffen Bühler erwischt. Der Kapitän wird mit einem Muskelfaserriss in der Wade mehrere Wochen ausfallen. Noch bitterer: Christopher Klee, der schon beim Pforzheim-Spiel Probleme am Oberschenkel hatte, verletzte sich bei der Trainingseinheit am Montag am Knie. Eine Diagnose steht noch aus, doch selbst wenn es der Rückraumspieler bis zum Spiel schaffen sollte, fit zu werden, wird er angeschlagen in die Partie gehen. Auch bei Claussen entscheidet sich der Einsatz kurzfristig. Somit stehen dem TVH nur neun gesunde Spieler, davon zwei Torhüter, zur Verfügung. »Das ganze Gejammer hilft nichts. Wir müssen uns mit den übrigen Leuten einen Plan zurecht legen, um die Punkte in Hochdorf zu behalten«, sagt der Hochdorfer Übungsleiter. Zu diesen Spielern wird auch David Zahradsky zählen. Der 1999 geborene Rückraumspieler spielt für die A-Jugend-Mannschaft der Hochdorfer, wird aber am Samstag erstmalig Drittliga-Luft schnuppern dürfen. Ob noch ein weiterer Jugendspieler auf der Bank sitzen werde, ließ Bullacher offen.

Solche Probleme kennt sein Pendant Ole Andersen nicht. Der ehemalige dänische Nationaltrainer, seit sechs Jahren in Diensten der SG Köndringen/Teningen hat einen 23 Spieler umfassenden Kader. Dennoch spricht er von »der schwersten Saison«, die ihm im Breisgau bevorsteht. Das hat Gründe, denn die aktuelle Lage der SG ähnelt sehr die des TVH. Verdiente Spieler, die sich über Jahre hinweg das gelb-schwarze Trikot des Vereins überstreiften, hingen die Handballschuhe an den Nagel oder wechselten — wie im Fall von Domenico Ebner (SG BBM Bietigheim), Felix Gäßler oder Chris Berchtenbreiter (beide HSG Konstanz) — in die Zweite Handball-Bundesliga. Dem gegenüber stehen etliche junge Neuzugänge. Vielleicht auch um diesen jungen Spielern einen erfahrenen Mentor zur Seite zu stellen, gibt es in Teningen derzeit Überlegungen, Routinier Martin Hirling, ein spielstarker und torgefährlicher Mittelmann, der seine Handballschuhe im Sommer an den Nagel gehängt hatte, zu reaktivieren. 

Denn der aktuelle »Oldie« des Teams, Felix Zipf, ist gerade einmal 25 Jahre alt. Der Linkshänder wird vorrangig im rechten Rückraum eingesetzt und ist gemeinsam mit dem 20-jährigen Pascal Bührer, der auf der linken Rückraumposition und auf der Mitte anzutreffen ist, seit Jahren der Torgarant der Teninger. Die Hochdorfer Verteidigung wird gegen diese beiden Spieler besonders gefordert sein, denn die beiden sind nicht nur selbst torgefährlich, sondern haben auch das Auge für ihren Mitspieler und zeichnen sich durch ein gutes Zusammenspiel mit Kreisläufer Jonathan Fischer (19) aus. Dieses Zusammenspiel gilt es zu unterbinden und besonders die Kreise der drei genannten Spieler einzuschränken. Die womöglich größte Waffe sitzt jedoch auf der Teninger Bank: Ole Andersen selbst. Die beiden Trainer kennen und schätzen sich schon seit Jahren; Bullacher sagt: »Das ist ein ganz gewiefter Taktiker.« 

Aber Taktik wird womöglich nicht das sein, was am Ende über Sieg oder Niederlage entscheidet. »Ich erwarte einen riesigen Kampf«, blickt der TVH-Coach voraus und nimmt seine verbliebenen Spieler in die Pflicht. Mit 0:6 Punkten wolle er nicht in die Saison starten, so schwer die Umstände auch seien. Mit der lautstarken Unterstützung von den Rängen und unbändigen Willen und Aufoperungsbereitschaft der Spieler auf dem Feld soll nach dem Spiel der erste Sieg der Pfalzbiber in der Saison 2016/2017 zu Buche stehen.

(Von Tobias Faller, 13.09.2016)

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