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TVH kehrt mit vielen Erfahrungen vom DHB-Pokal-Trip zurück

28. August 2016

Für den TV Hochdorf ist in der Ersten Runde des DHB-Pokals Endstation. Die Überraschung blieb aus; der amtierende Deutsche Meister, die Rhein-Neckar Löwen, konnten sich mit 42:19 durchsetzen. Dennoch kann der TVH die Heimreise erhobenen Kopfes antreten.

Vize-Kapitän Daniel Lanninger hatte vor dem Spiel bereits angekündigt, den Löwen den Sieg nicht schenken zu wollen, und nach diesem Motto begannen die Pfalzbiber auch. In den Anfangsminuten werden sich viele Zuschauer im Kreuztaler Sportzentrum nicht nur einmal verwundert die Augen gerieben haben, als der TVH vier seiner ersten fünf Angriffe im Tor der Löwen unterbrachte und dabei einen so schnellen Handball spielten, bei dem sogar die Löwen defensiv nicht hinterherkamen. 

Nach dieser Anfangseuphorie der Hochdorfer kamen die Rhein-Neckar Löwen jedoch besser ins Spiel. Angeführt von Mads Mensah Larsen, der fünf der nächsten sechs Tore erzielen sollte, konnten die Mannheimer aus einem 4:4 ein 10:4 machen. Denn defensiv packten die Löwen jetzt besser zu, während sich beim TVH vor allem in der Rückwärtsbewegung Mängel aufzeigten. Für ein Highlight auf Seiten des TVH sorgte Torwart Ladislav Kovacin, der — als der Gegner mit sieben Feldspielern agierte — den Ball über das ganze Feld ins verwaiste Tor warf. Zuvor konnte der neue Schlussmann der Pfalzbiber auch mit starken Paraden auf sich aufmerksam machen, etwa als er einen freien Wurf von Nationalspieler Hendrik Pekeler entschärfte, doch in der Folge wurde er von seinen Vorderleuten zu oft im Stich gelassen.

Denn die Rhein-Neckar Löwen hatten sich nun eingegroovt und wollten bis zur Halbzeit den Sieg unter Dach und Fach bringen. Das gelang. Vereinzelt kam der TVH zwar noch zu Torerfolgen, doch gegen das Gegenstoßspiel der Löwen war in dieser Halbzeit kein Kraut gewachsen. Beim Spielstand von 26:11 wurden schließlich die Seiten getauscht.

Obwohl das Spiel schon gelaufen war, zeigten die Hochdorfer Spieler weiterhin Moral und steckten nicht auf. Die Löwen liefen nur noch wenige Konter und mussten sich ihre Wurfmöglichkeiten stattdessen aus dem gebundenen Angriffsspiel heraus erarbeiten. Lennart Schulte, der Kovacin zur Halbzeit zwischen den Pfosten ablöste, stand diesem einmal mehr in nichts nach und lieferte eine fabelhafte Partie ab, die er mit einem gehaltenen Konter gegen Bundesliga-MVP Andy Schmid sowie zwei gehaltenen Siebenmetern gegen Dejan Manaskov und Gudjon Valur Sigurdsson krönte. 

Ein Spiel mit 23 Toren Differenz zu verlieren, mag happig klingen, doch an dieser Stelle sollte nicht vergessen werden, dass zwischen dem TV Hochdorf und den Rhein-Neckar Löwen nicht nur auf dem Papier ein Zwei-Klassen-Unterschied besteht. Einmal gegen den Deutschen Meister zu spielen, ist für viele Spieler im Kader der Pfalzbiber das Highlight ihrer zumeist noch jungen Karrieren. Das Endergebnis ist somit zweitrangig. Vorrangig galt es, Erfahrungen zu sammeln und erhobenen Hauptes zurück in die Pfalz zu fahren. Durch ihre Moral, aber teilweise auch durch ihr Spiel haben die Pfalzbiber in diesem ungleichen Duell nicht nur ihren mitgereisten Anhängern imponiert. Und am kommenden Samstag, 19:30 Uhr, kommt mit dem TuS Fürstenfeldbruck ein Team ins Hochdorfer Sportzentrum, dass sich auf einem ähnlichen Leistungsniveau wie die Pfalzbiber befindet. 

Für den TV Hochdorf spielten: Kovacin (1), Schulte - Claussen (3), Götz (3), Lanninger (2) - Schwenzer (3), Novo (1) - Bühler (2/1) - Bayer, Klee (3), van Marwick, Sorda (1).

Für die Rhein-Neckar Löwen spielten: Palicka, Appelgren - Ekdahl du Rietz (2), Schmid (5/4), Mensah Larsen (5) - Sigurdsson (7), Groetzki (7) - Baena Gonzalez (4) - Manaskov (3), Steinhauser (4), Pekeler, Abt (1), Reinkind (3), Guardiola Villaplana (1).

(Von Tobias Faller, 28.08.2016)

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