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TVH kassiert vermeidbare Niederlage - Fans sorgen für Heimspielatmosphäre

26. November 2016

Der TV Hochdorf kehrt von seinem Auswärtsspiel beim VfL Pfullingen mit einer Niederlage zurück in die Vorderpfalz. Beim unmittelbaren Tabellennachbarn mussten sich die Pfalzbiber mit 26:28 geschlagen geben. Die beiden besten Torschützen der Mannschaft von Stefan Bullacher waren Tim Götz und Robin Egelhof mit jeweils fünf Treffern.

Die Niederlage fällt in die Kategorie »vermeidbar«. Der TVH hatte vermehrt die Chance, das Spiel für sich zu entscheiden, doch einem Punktgewinn stand vor allem die mangelnde Chancenverwertung seitens der Pfalzbiber im Weg. Pfullingen fand derweil in seinem Torhüter-Gespann Simon Tölke und Daniel Schlipphak seine Matchwinner.

Vor der Partie kam es bereits zu einer ersten Überraschung: Alexander Falk trat die Reise nach Baden-Württemberg an und gab sein Saisondebüt im Dress der Pfalzbiber. Der Rechtsaußen blieb allerdings ohne Torerfolg.

Die Hochdorfer kamen nur schwer in die Partie und erzielten in den ersten zehn Minuten nur einen einzigen Treffer. Massenweise warfen die TVH-Angreifer den Ball gar am Tor vorbei und gaben gegen die VfL-Deckung oft keine gute Figur ab. Über die Verteidigung fanden die Pfalzbiber schließlich jedoch ins Spiel. Denn weil auch Pfullingen oft nicht das Tor traf beziehungsweise die Vorderpfälzer in der Defensive wenig anbrennen ließen, machte man aus einem 1:4 ein 5:4. Da waren bereits 18 Minuten gespielt — wer als Zuschauer ein Offensivspektakel erwartet hatte, wurde bislang enttäuscht.

Doch so langsam kamen auch die Offensivreihen beider Mannschaften besser ins Rollen. Der TVH fand bessere und kreative Lösungen, wie etwa ein Kempa-Anspiel auf Benedikt Bayer in Unterzahl. Beim 9:7 waren die Grün-Weißen erstmals mit zwei Treffern in Führung gelegen; beim Stand von 11:12 ging es in die Pause. 

Nach dem Seitenwechsel schlug dann jedoch die Stunde von Simon Tölke. In der ersten Halbzeit lieferte der VfL-Keeper schon eine passable Leistung ab, doch in Durchgang zwei zog er seinen Gegnern regelrecht den Zahn. Dazu kam auch noch, dass die Pfalzbiber den Start wieder verschliefen und plötzlich 14:16 zurücklagen. Ein Doppelschlag von Emanuel Novo sowie ein Treffer von Tim Götz sorgten für einen erneuten Führungswechsel, doch in der Folge scheiterten die Pfalzbiber zu oft an Tölke, als dass sie sich ein komfortables Polster hätten erspielen können.

Stattdessen fehlte in manchen Situationen nun auch in der Verteidigung die nötige Konsequenz und auch ein Torwartwechsel von Ladi Kovacin und Lennart Schulte brachte nicht den nötigen Umschwung. Die Gastgeber konnten die Führung wiedererlangen und verwalten. Beim 25:21 sieben Minuten vor Spielende machte sich das Gefühl eines Heimsieges in der Halle breit, doch der TVH mobilisierte noch einmal die letzten Kraftreserven und verkürzte auf 25:26. Linkshänder Robin Keupp, der einen nicht unwesentlichen Anteil am Lauf seiner Mannschaft in der Schlussphase hatte, stellte wieder einen Zwei-Tore-Vorsprung her, den Robin Egelhof eine Minute vor Ende wieder verkürzen konnte. Den letzten Wurf des Spiels brachte der quirlige Mittelmann Daniel Schliedermann an Block und Torwart vorbei und besorgte damit den 28:26-Endstand.

Auch wenn die Niederlage ärgerlich war, hat der TVH prinzipiell keine schlechte Leistung gezeigt. Am Freitag soll beim pfälzischen Derby gegen die VTV Mundenheim dann wieder ein Sieg her. Anpfiff im Hochdorfer Sportzentrum ist um 20 Uhr. Essentiell wichtig wird dann auch eine lautstarke Unterstützung von den Rängen sein. Die Auswärtsfahrer haben in Pfullingen die Marschroute vorgegeben und waren den circa 600 VfL-Fans in der Kurt-App-Sporthalle mindestens ebenbürtig.

Für den VfL Pfullingen spielten: Tölke, Schlipphak - Hertwig (3), Schliedermann (7), List (3) - Breckel (6), Klusch (1) - Hiller - Wittlinger (3), Keupp (4), Hipp, Thiemann, Jabot (1), Friedrich.

Für den TV Hochdorf spielten: Kovacin, Schulte - Claussen (4), Götz (5/2), Egelhof (5) - Schwenzer (2/2), Novo (2) - Sorda (3) - Bayer (3), Bühler (1), van Marwick, Falk, Klee (1).

(Von Tobias Faller, 26.11.2016)

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