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TV Hochdorf freut sich auf Pfalzderby und das Handballjahr 2016

11. Januar 2016

Nach einer durchwachsenen Hinrunde schöpft der TV Hochdorf neuen Elan und Motivation für das Handballjahr 2016. Mit dem Pfalzderby gegen die TSG Haßloch starten die Pfalzbiber am Freitagabend, 20 Uhr, mit einem echten Kracher ins Kalenderjahr 2016. 

Mit 15:17 Punkten in der Hinrunde sowie dem ersten Spiel der Rückrunde läuft der TV Hochdorf seinen eigenen Ansprüchen bislang hinterher. Lediglich auf Platz zehn überwinterte die Truppe von Marco Sliwa, als Ziel wurde vor Saisonbeginn noch eine Platzierung unter den ersten Fünf ausgerufen. Doch die Tabelle ist knapp! Ganz oben zieht die HSG Konstanz ihre Kreise und strebt nach dem Meistertitel und dem Aufstiegsrecht, welches die Mannschaft vom Bodensee laut eigener Aussage auch wahrnehmen möchte, dahinter lauern Leutershausen, Nußloch und Horkheim. Der Tabellenfünfte, die TGS Pforzheim um Spielertrainer Andrej Klimovets und Shooter Florian Taafel hat hingegen nur zwei Pünktchen Vorsprung auf den TVH. Doch so sehr man die Tuchfühlung zum oberen Drittel hält, so gering ist auch nur der Abstand auf die Abstiegsplätze. Die SG H2Ku Herrenberg steht mit bislang nur acht geholten Punkten auf dem letzten Rang und hat schon fünf Zähler Rückstand auf den rettenden 13. Platz, den aktuell der HC Oppenweiler/Backnang, nach acht Spielen noch Tabellenführer, belegt. Nach der Verletzung von Torwart Stefan Merzbacher im Spiel gegen die Pfalzbiber ging es bergab, die Folge war unter anderem die Entlassung von Trainer Volker Blumenschein. Dieses Beispiel zeigt, wie rasant es in dieser Liga zugeht, und dass eben jeder einzelne Punkt einen großen Unterschied machen kann.

Von daher wäre der TV Hochdorf gut beraten, die Punkte im Spiel gegen die TSG Haßloch bei sich zu behalten. Der geographisch fast unmittelbare Nachbar rangiert mit 12:20 Zählern aktuell auf dem 14. Tabellenrang und braucht im Kampf um den Klassenerhalt jeden Zähler. Und dass die Mannschaft von Admir Kalabic Handball spielen kann, hat der TVH im Hinspiel in der Pfalzhalle vor ungefähr 1.500 Zuschauern schmerzlich am eigenen Leibe zu spüren bekommen, als man bei der schlechtesten Saisonleistung bei der 24:34-Niederlage keine Chance hatte. 

Bester Torschütze der „Bären“ ist Rückraumspieler Kevin Seelos mit 80 Treffern, mit Marco Widmann und Peter Masica, der im Hinspiel beinahe nach Belieben traf, verfügt Trainer Kalabic aber auch über weitere Waffen im Rückraum. Auch Kreisläufer Sebastian Bösing ließ damals seine Klasse aufblitzen, insbesondere sein Zusammenspiel mit dem Rückraum war der Schlüssel zum Sieg für die Haßlocher am 5. September des vergangenen Jahres und könnte durch ein Unterbinden der Hochdorfer Verteidigung in der anstehenden Partie wiederum ein ganz großer Faktor zugunsten der Grün-Weißen werden. Die rechte Seite mit den beiden Ex-Hochdorfern Kai Zimmermann und Steffen Dietz ist ebenfalls stark besetzt. 

Während man in Haßloch wohl auf die wichtigsten Spieler zählen kann, hat sich das Lazarett der Hochdorfer wieder vergrößert. Christopher Klee und Dominik Claus werden definitiv nicht auflaufen können und werden spätestens in ein paar Wochen wieder auf dem Feld zurückerwartet. Pascal Kirchenbauer fällt für den Rest der Saison aus, ebenso wie Nick Beutler und Maximilian Bender. Tim Beutler und Denny Purucker fehlten in der Wintervorbereitung krankheitsbedingt, ihr Einsatz ist fraglich. Immerhin: Neuverpflichtung Lennart Schulte wird sein Debüt für den TVH geben.

Die Niederlage aus dem Hinspiel vergessen machen und das Derby gewinnen. Die Zielsetzung ist klar, der Weg dahin wird jedoch steinig, nervenaufreibend und unheimlich intensiv. Das Spiel Hochdorf gegen Haßloch ist womöglich das beste, was der Pfälzer Handball zu bieten hat, und dementsprechend wird auch die Kulisse aussehen. Eine kochende Atmosphäre, die beide Mannschaften sicherlich motivieren und an ihr Limit treiben wird. 

Da mit großem Zuschauerandrang gerechnet wird, werden Sie gebeten, möglichst früh an der Halle zu sein, damit es nicht zu Verzögerungen kommt.

(Von Tobias Faller, 11.01.2015)

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