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Pfalzbiber reisen voller Tatendrang nach Leutershausen

18. November 2015

Hat der TV Hochdorf wieder in die Spur gefunden? Der deutliche 39:28-Erfolg gegen den VfL Pfullingen am vergangenen Wochenende war - neben der Partie gegen die SG Nußloch - so ziemlich das beste, was die Mannschaft von Marco Sliwa in dieser Saison gezeigt hat. Ein schneller, gut dirigierter und gnadenlos effektiver Angriff und eine Abwehr mit einem starken Torhütergespann dahinter, macht in der Summe einen klaren Sieg gegen ein Team, dass vor diesem Spieltag noch vor dem TVH platziert war.

Mit 11:11 Punkten ist das Konto der Pfalzbiber nun wieder ausgeglichen. Positiv kann es also schon an diesem Wochenende werden. Am Freitagabend, 20 Uhr, müssen die Pfalzbiber dafür allerdings die SG Leutershausen schlagen. Der Meister des Vorjahres entschied sich in diesem Sommer für einen radikalen Umbruch; die Stützen Benjamin Prestel (Karriereende), Kai Dippe, Pascal Durak (beide TSG Friesenheim) oder - schon während der vergangenen Saison - Manuel Frietsch (HBW Balingen/Weilstetten) stehen Trainer Marc Nagel nicht mehr zur Verfügung. Stattdessen wird auf Talente gesetzt. Shooter Valentin Spohn, Rechtsaußen Sascha Pfattheicher (beide Jahrgang 1997) und Keeper Moritz Mangold (Jahrgang 1998), sind nur drei Beispiele für den Weg der SGL, der bislang nicht nur Lob erntet, sondern nebenbei auch noch erfolgreich ist. Denn normalerweise brauchen solche jungen und nicht eingespielten Mannschaften ihre Zeit, bis sie harmonieren. Doch Leutershausen war von Beginn an voll da; unterlag zwar zum Saisonauftakt gegen Nußloch, konnte daraufhin jedoch fünf Partien in Folge für sich entschieden. Aktuell rangieren die „Roten Teufel von der Bergstraße“ mit 15:7 Punkten auf dem zweiten Rang der Tabelle.

Aus den letzten beiden Spielen hat die SGL allerdings nur einen Punkt geholt und damit etwas den Anschluss zum Tabellenführer HSG Konstanz (18:4 Punkte) verloren. Deshalb wäre ein Sieg gegen den in dieser Saison bislang noch etwas inkonstanten TV Hochdorf immens wichtig. Fast schon traditionell stellen die Gastgeber eine sehr starke Verteidigung mit einem starken Torhüter-Duo, bestehend aus Alexander Hübe und Moritz Mangold. Offensiv befindet sich das Team jedoch weiterhin in der Findungsphase; nur die TGS Pforzheim, SV 64 Zweibrücken und die TSG Haßloch haben weniger Treffer erzielt als die Nagel-Sieben. Es ist also ein Aufeinandertreffen einer Mannschaft mit einem Abwehr-Bollwerk gegen eine, die extrem viele Tore wirft. Denn nur die SG Kronau/Östringen II hat in dieser Saison mehr Tore erzielt als der TVH. Auf der anderen Seite mussten bislang nur vier Teams den Ball öfter aus dem eigenen Tor fischen, als es die Keeper der Pfalzbiber taten. 

Ein besonderer Fokus der TVH-Deckung wird auf dem Rückraum der Gäste liegen: Valentin Spohn (1,98 Meter) und Stephan Salger (2,07 Meter) auf den Halbpositionen sind immer für ein einfaches Tor gut, Mittelmann Jochen Geppert einer der besten der Liga auf seiner Position und nebenbei mit 75 Treffern bester Torschütze seiner Mannschaft. 

Hochdorfs Trainer Marco Sliwa wird weiterhin auf einen nicht geringen Teil seiner Spieler verzichten müssen: Dominik Claus, Alexander Falk, Steffen Bühler, Denny Purucker, Maximilian Bender und Nick Beutler werden allesamt nicht einsatzbereit sein, wenn die Schiedsrichter die Partie in der Heinrich-Beck-Sporthalle anpfeifen werden. Trotzdem ist die Mannschaft optimistisch. Mit dem Sieg gegen Pfullingen und einer guten Trainingswoche im Rücken, wird die Reise ins 30 Minuten entfernte Hirschberg angetreten - mit dem Wissen, dass es alles andere als unmöglich ist, die Punkte mit in die Pfalz zu nehmen, vor allem nicht mit so einer Leistung wie in der Vorwoche.

(Von Tobias Faller, 18.11.2015)

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