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Pfalzbiber am Wochenende gegen Mannschaft der Stunde

22. Oktober 2015

Das der TV Hochdorf am 9. Spieltag der 3. Liga Süd nicht als Favorit in das Duell gegen den Aufsteiger aus Oppenweiler/Backnang geht, hätte vor der Saison sicherlich keiner gedacht. Doch die Entwicklungen in den letzten Wochen brachten die Pfalzbiber in diese Situation. Auf den schlechten Saisonstart mit 0:4-Punkte folgte eine 7:1 Serie, die den Ansprüchen der Grünhemden gerecht wurde. Dann zwei schmerzliche Niederlagen gegen den TV Großsachen und gegen die TGS Pforzheim, womit man sich leider nur auf dem 10. Tabellenplatz wiederfindet. Eine unangenehme Lage, die die Mannen um das Trainerteam Sliwa/Schneider schnell ändern möchten.

Ganz anders ist die Stimmung im Lager des HC Oppenweiler/Backnang. In der letzten Saison stieg der Handballclub als Tabellenzweiter in die 3. Liga auf und galt in Expertenkreisen als eine Mannschaft, die sicherlich nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird. Das man nach sieben Spielen nur drei Verlustpunkte auf dem Konto stehen hat und nur auf Grund eines Spiels weniger nicht an der Tabellenspitze steht, hätten sich aber sicherlich auch die kühnsten Träumer nicht vorstellen können. Dabei ist die Platzierung auf keinen Fall eine Zusammenkunft glücklicher Zufälle. Vielmehr besinnen sich die Stuttgarter auf ihre Stärken, machen im Spielverlauf wenige Fehler und werden in heimischen Hallen von frenetischen Fans nach vorne gepeitscht. Simple Faktoren, die zusammen dazu führen, dass das Selbstvertrauen von Spiel zu Spiel zunimmt. So kommen Siege gegen Leutershausen, Köndringen/Teningen oder heimstarke Junglöwen zustande. Die Mannschaft von Trainer Volker Blumenschein, ehemaliger Coach des TSB Heilbronn/Horkheim, ist sehr gut eingespielt und hatte in den letzten Jahren nur wenige Abgänge. Angeführt von einem dynamischen Jonas Frank auf der Mittelposition finden die ebenfalls grün gekleideten HCOB’ler besonders in der ersten und zweiten Welle einfache und gute Wurfmöglichkeiten und erzielen pro Spiel im Schnitt 24,8 Tore.

An diesem Richtwert muss sich der TV Hochdorf orientieren. Gelingt es dem Abwehrverbund wieder weniger als 25 Gegentore zu erhalten und minimiert man die Fehlwurfquote (12 freie Fehlwürfe gegen Pforzheim) darf man sich Hoffnung auf einen Punkt im „Schwabe-Lände“ machen. Daher wurde in dieser Woche vermehrt Wert auf das Schusstraining gelegt, wobei man versuchte künstliche Drucksituationen für die Spieler zu schaffen. Gute Ansätze von Marco Sliwa und Steffen Schneider, um die Mannschaft richtig auf den Gegner vorzubereiten. Steffen Bühler wird weiterhin auf Grund einer Gehirnerschütterung nicht mit von der Partie sein, wodurch Robin Matschke wieder in den Kader rückt. Der junge Kreisläufer spielte vor zwei Jahren noch selbst mit seinem Zwillingsbruder Kevin in Oppenweiler, bis sein Studium in Mannheim ihn zu den Pfalzbiber lockte. Würde der Bruder nicht an einer Knorpelverletzung im Knie laborieren, käme es am Samstag um 20.00 Uhr sogar zu einem Bruderduell. Aber auch ohne dieses Bruderduelle sollte genug Brisanz in der Partie stecken. Schließlich will man in Oppenweiler punkten und der Mannschaft der Stunde den Platz an der Sonne trüben.

Von Daniel Lanninger

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