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Mauer Angriff, nächste Niederlage

19. Oktober 2015
Hochdorf-Assenheim.  Handball-Drittligist TV Hochdorf fehlt derzeit die Konstanz: Nach vier Spielen ohne Niederlage standen die Pfälzer nun im zweiten Spiel in Folge wieder ohne Punkt da. Die Mannschaft von Trainer Marco Sliwa verlor am Samstag gegen die TGS Pforzheim mit 21:25 (11:12). Die Grün-Weißen scheiterten abermals an der mangelhaften Chancenverwertung. Mit nunmehr 7:9 Punkten rutschte Hochdorf auf Platz zehn ab.
Marco Sliwa hatte es offensichtlich geahnt. Mit einem schwarzen Filzstift hatte er die Worte: „100 Prozent, die freien Chancen“ auf seinem Matchplan geschrieben, den er an der Tür in der Umkleidekabine aufgehängt hatte. Gebracht hat es nichts. 18 Würfe konnten seine Schützlinge gegen Pforzheim nicht verwerten. Zum einen landeten diese Bälle neben oder über dem Tor. Andererseits verhinderte der bärenstarke Gästekeeper Daniel Sdunek manche hundertprozentige Möglichkeit der Gastgeber. Die Hochdorfer Schwachstelle war das Angriffsspiel. Es fehlte die Geduld bei den Abschlüssen. Allein sieben freie Bälle vergab Hochdorf in der ersten Hälfte. Das hatte Konsequenzen: Die Mannschaft um ihren Spielertrainer, Ex-Weltmeister Andrej Klimovets, führte ständig. Hochdorf zeigte sich dagegen in der Defensive um Abwehrchef Christopher Klee verbessert und bemühte sich noch vor der Pause um den Ausgleich. Mit Erfolg: Nachdem Denny Purucker mit einem Tempogegenstoß an Daniel Sdunek gescheitert war, nutzte Robin Unger einen Abpraller zum hart erkämpften 11:11 (30.). Es war in diese Phase für Hochdorf mehr drin gewesen. Pforzheim gelang nach dem 7:10 (20.) acht Minuten lang kein Treffer, im Gegenzug warfen Purucker und Jan Claussen jeweils zweimal am Tor vorbei. Dominik Claus traf nur die Latte. 

Die mentale Blockade war nicht zu übersehen. Das Selbstvertrauen fehlte. Nur die Abwehr war ein Lichtblick. „In der Abwehr war es schon deutlich besser“, meinte Stefan Job. Nicht zu bremsen war Gäste-Kreisläufer Christian Heuberger, der Neffe des ehemaligen Bundestrainers. Er erzielte aus vier Möglichkeiten vier Tore und holte zudem vier Siebenmeter für seine Mannschaft heraus. Auffällig war das lange Angriffsspiel der Pforzheimer. Zehnmal hoben die beiden überforderten Unparteiischen in der zweiten Hälfte die Hand, nur ein einziges Mal kam der Pfiff zugunsten Hochdorfs. Das brachte TVH-Coach Sliwa auf die Palme. „Das zeigt andererseits, dass wir in der Abwehr gut gearbeitet haben“, meinte Sliwa. Seine Akteure gaben nicht auf und kamen nochmals auf 20:22 heran. Die Mannschaft wirkte ohne Kapitän Steffen Bühler etwas verunsichert. „Wir waren da einfach nicht so konzentriert. Und wir haben das Spiel heute im Angriff verloren. Die Torleute werden in dieser Liga immer stärken und schauen auch Video“, meinte Kreisläufer Stefan Job.

(Von Jochen Willner, Die Rheinpfalz, 19.10.2015)

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