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Mannschaftsvorstellung, Teil zwei: Der Rückraum

24. August 2017



Nachdem in Teil eins unserer Mannschaftsvorstellung schon unsere Torhüter, Außenspieler und Kreisläufer begutachtet wurden, nehmen wir im zweiten Part unsere acht Rückraumspieler unter die Lupe, unter denen sich einige neue Gesichter und Namen befinden.

188 Tore hat er in der vergangenen Saison erzielt, und doch ist er »mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben«, wir Trainer Stefan Bullacher sagt. Für Tim Götz, der in seine zweite Saison als Mittelmann beim TV Hochdorf geht, war die Saison 2016/2017 ein voller Erfolg. Der gründet sich jedoch vor allem auf der harten Arbeit des 20-Jährigen. »Tim ist ein Tempohandballer, der in jedem Training 100 Prozent gibt«, sagt der Trainer, und fügt hinzu: »Technisch ist er der kompletteste Spieler der Mannschaft.« Entwicklungspotenzial sieht Bullacher beim 1,84 Meter großen Rechtshänder vor allem in der Abwehr. Außerdem soll Götz in der kommenden Saison, sowohl abseits als auch auf dem Feld, zum absoluten Führungsspieler reifen.

Ein Seuchenjahr hat hingegen Vincent Klug hinter sich. Sein erstes Saisonspiel absolvierte der 20-Jährige erst im Januar, doch danach fiel er weitere zwei Monate aus, ehe er erste Gehversuche auf dem Feld machte. Was er drauf hat, zeigte er beispielsweise im Spiel gegen den Meister SG Nußloch, als er neun Tore erzielte. Klug soll nun sein Vertrauen in die lädierte Schulter wiedergewinnen, seine Torgefährlichkeit wiedererlangen und dann einen wichtigen Part im Rückraum übernehmen.

Wie klug ist auch Roy James flexibel im linken Rückraum und auf der Mitte-Position einsetzbar. Der 21-Jährige kam von der SG Kronau/Östringen II und gilt als überragender Abwehrspieler, dessen Stärken in Bullachers 3:2:1-Deckung zum Tragen kommen werden. In der Offensive besitzt James aufgrund seiner Schnelligkeit und seiner Masse von 98 Kilogramm bei 1,88 Meter Körpergröße gute Voraussetzungen, um im Eins-gegen-Eins zu bestehen, dennoch sieht der Trainer im Angriffsspiel noch die größte Baustelle im Spiel des Allrounders. Zu James’ Charakter sagt der Trainer: »Er ist in der Mannschaft unglaublich beliebt, bringt immer Freude mit zum Training und steckt die anderen damit an.«

Ein neues, wenn auch vielen bekanntes Gesicht ist Dominik Lenz. Der Mittelmann kehrt aus der A-Jugend-Mannschaft der TSG Friesenheim, für die er mit einem Gastspielrecht auch in der kommenden Saison in der JBLH auflaufen wird, zu seinem Heimatverein zurück. »In Friesenheim bekommt er Spielanteile. Dennoch ist es richtig, dass er die Weichen frühzeitig auf den TVH gestellt hat«, meint Bullacher. Er beschreibt den 18-Jährigen als selbstbewussten, spielintelligenten und schnellen Instinkthandballer, der im körperlichen Bereich und in der Abwehr noch zulegen muss.

Der letzte Rechtshänder im Rückraum ist ebenfalls ein Neuer: Torben Waldgenbach kommt aus der A-Jugend-Mannschaft der HSG Wetzlar, mit der er vergangene Saison die Deutsche Meisterschaft gewann. Außerdem spielte der 18-Jährige für den Oberligisten HV Vallendar. Bei einer Körpergröße von 1,93 Meter und einem Gewicht von 98 Kilogramm hat der Halblinke beste körperliche Voraussetzungen, aber darauf ruht er sich nicht aus. »Torben saugt in jedem Training etwas Neues auf und hat sich gerade in der Abwehr schon extrem weiterentwickelt«, sagt Bullacher. Er freut sich vor allem über die zusätzliche Durchschlagskraft durch den wurfgewaltigen Rechtshänder.

Auch im rechten Rückraum dominieren die neuen Gesichter. Tom Jansen ist wie Dominik Lenz zwar streng genommen kein komplett Neuer, schließlich spielte auch er früher für die Jugend-Mannschaften des TVH. Nun kehrt der 19-Jährige von der TSG Friesenheim zu den Grün-Weißen zurück, hatte jedoch einen schwierigen Start. Eine Operation am Ellenbogen und eine Fußverletzung sorgten dafür, dass der 1,99 Meter große Linkshänder erst zwei Wochen am Trainingsbetrieb teilnehmen konnte. »Wir wollen ihn behutsam für die Dritte Liga aufbauen«, sagt Bullacher.

Mit Jansen hat Arne Ruf vier Dinge gemein: Er ist ebenfalls Halbrechter, ebenfalls Neuzugang, mit 1,98 Meter Körpergröße ebenfalls groß gewachsen, aber wurde in der Vorbereitung ebenfalls oft durch Verletzungen und Krankheit zurückgeworfen. Dennoch meint der Trainer über den 20-Jährigen: »Arne hat eine große Zukunft vor sich.« Ruf, der vom Drittliga-Absteiger SG Pforzheim/Eutingen kommt, ist sehr wurfstark und hat sein Potenzial noch lange nicht ausgereizt. Nun steht aber erst einmal die Weiterentwicklung in der Abwehr und im körperlichen Bereich auf dem Programm.

Bei all den neuen Gesichtern, ist es schön, dass man mit einem Spieler, der mittlerweile fast schon eine Institution im 3000-Einwohner-Dorf Hochdorf-Assenheim ist, Jahr für Jahr rechnen kann: Daniel Lanninger geht als dienstältester Spieler in seine nunmehr achte Saison im Hochdorfer Trikot. Als Emotional Leader und Vize-Kapitän ist er für die Mannschaft unentbehrlich, doch auch auf dem Feld hat sich der 2,04 Meter große Linkshänder unter Trainer Bullacher stetig weiterentwickelt: »Daniel hat vor allem in der Abwehr extreme Fortschritte gemacht und ist in der Defensive zu einer stabilen Stütze auf der Halbposition gereift.«

In der Vorbereitung hat die Mannschaft in den überwiegenden Phasen schon erstaunlich gut harmoniert — auf wie abseits des Feldes. Die Testspiele und Turniere haben Lust auf mehr gemacht. Unsere junge Mannschaft, im Schnitt 21,5 Jahre alt, hat Lust auf die kommende Saison. Diese startet am Sonntag, 17 Uhr, beim amtierenden Meister SG Nußloch. Am darauffolgenden Samstag, den 02. September, gastiert um 18 Uhr die TGS Pforzheim im Biberbau, wo sich alle Zuschauer dann auch selbst ein Bild von der Mannschaft können.

(Von Tobias Faller, 23.08.2017)

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