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Laut, niedrig und voll

05. September 2015
Hassloch (sab/thc). Heute, 19.30 Uhr, wird es voll in der gut 1800 Zuschauer fassenden Pfalzhalle in Haßloch: Die Handballer der TSG Haßloch, Aufsteiger in die Dritte Liga Süd, erwarten den Nachbarverein TV Hochdorf. „Da ist viel Brisanz im Spiel“, sagt TSG-Rückraumspieler Kai Zimmermann. Er spielt in seiner zweiten Saison bei der TSG. Sein Verein davor: der TV Hochdorf.

Thomas Müller, Sportlicher Leiter der TSG, geht davon aus, dass „deutlich über 1000 Zuschauer kommen“. Allein deswegen trägt die TSG ihr Heimspiel statt im eigenen Sportzentrum in der Pfalzhalle aus. „Auch Steffen Dietz wird besonders motiviert sein“, überlegt Müller. Der TSG-Rechtsaußen trug ebenfalls zuvor in Hochdorf das Trikot. Es hat schon einige Derbys zwischen den rund zehn Kilometer auseinander liegenden Vereinen gegeben, sogar schon in der Dritten Liga: In der Saison 2010/2011 hatte der TVH den Abstieg der Haßlocher mit seinem 31:26-Sieg besiegelt. Im bisher letzten Derby hatten jedoch die Hochdorfer verloren: mit 24:29 im Pfalzpokalfinale 2014 ausgerechnet in eigener Halle. Zimmermann geht davon aus, dass es heute ein enges Spiel wird, „in dem Kleinigkeiten eine Rolle spielen werden“. Sowohl die TSG als auch der TVH sind mit einer Niederlage in die Saison gestartet. TSG-Trainer Admir Kalabic lässt sich vom TVH-Ergebnis nicht blenden: „Für mich gehören sie zum Kreis der Titelfavoriten.“ Am liebsten möchte er zum Gegner gar nichts sagen. „In der vergangenen Saison habe ich als Trainer der SG Nußloch zweimal gegen Hochdorf verloren“, sagt er. „Aber ich versuche, ein Gegenmittel zu finden.“ 

Zweimal trainierte Hochdorf in der Pfalzhalle. Damit die Jungs, die dort noch nie gespielt haben, den Boden kennenlernen, wie TVH-Trainer Marco Sliwa erklärt. Steffen Bühler ist „sehr gespannt auf die Atmosphäre: Das Drumherum, laut, niedrig, ich erwarte einen richtigen Hexenkessel.“ Ein- oder zweimal, genau erinnert er sich nicht, habe er mit der TSG Friesenheim da gespielt. In diesem Derby sei immer alles möglich. Die Mannschaft müsse an die Viertelstunde nach der Halbzeit des Spiels gegen Köndringen/Teningen anknüpfen. 

Das 23:29 „haben wir gut analysiert. Die Aggressivität hat mir gefehlt, bei einer 3-2-1-Abwehr hat man da kaum eine Chance“, sagt der 30-Jährige, der nach der Halbzeit mit Christopher Klee das Zentrum in der 6-0-Formation bildete. „Wahrscheinlich“, so Sliwa, werde diese Formation nun gleich gewählt. 

Apropos Klee: Der 22-Jährige wird auch heute nicht angreifen, das betont jedenfalls Sliwa: „Klee war über ein Jahr draußen. Es ist klar abgesprochen mit den Physiotherapeuten und Ärzten, dass er nur Abwehr spielt, er braucht seine Zeit.“ 

Viele Faktoren seien im ersten Spiel zusammengekommen zur Niederlage. „Die Mannschaft war sehr selbstkritisch und hat sich deutlich hinterfragt“, berichtet Sliwa von der Analyse. „Diese Woche hat jeder noch mal eine Schippe draufgelegt, von daher sind wir ganz zuversichtlich.“ Ob Denny Purucker oder Tim Beutler, sie alle würden sich im Rückraum steigern nach diesem „rabenschwarzen“ ersten Spieltag.

(sab/thc, Die Rheinpfalz, 05.09.2015)

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