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Lange Leidenszeit beendet

17. Oktober 2015
HOCHDORF-ASSENHEIM. Die Niederlage beim Tabellenletzten TVG Großsachsen wirkt nach. Deshalb will sich Handball-Drittligist TV Hochdorf gegen den Tabellennachbarn TGS Pforzheim (heute, 19 Uhr, TVH-Sportzentrum) mit einem Sieg für die Pleite revanchieren. „Die Fehler wurden analysiert und vor eigenem Publikum wollen wir einen Sieg einfahren“, sagt Christopher Klee. Der 2,04 Meter große Rückraum-Hüne soll nach dem Ausfall von Kapitän Steffen Bühler (Gehirnerschütterung) zusammen mit Stefan Job die Abwehr stabilisieren.
Klees Comeback lässt hoffen. Nach langer Verletzungspause findet das 22 Jahre alte Rückraum-Ass in den Leistungssport zurück. Der Einriss der Patellasehne am 21. März 2013 zwang ihn nicht nur zu einer Operation, sondern warf ihn in seiner sportlichen Entwicklung immer wieder zurück. Auch deswegen, weil die ursprünglich durchgeführte Eigenblutbehandlung nicht zur gewünschten Genesung führte. Es war eine lange Leidenszeit, doch jetzt hofft Klee, der inzwischen seine Ausbildung als Finanzassistent bei der VR Bank Rhein-Neckar beendet hat und im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig ist, auf noch mehr Spielanteile. Bisher fungiert er noch als Abwehrspezialist. Im Angriff lässt ihn Trainer Marco Sliwa nicht so oft ran. „Er hat lange genug gelitten. Wir geben ihm die Zeit, die er braucht und werden uns in Geduld üben. Wir brauchen Chris noch länger“, sagt Sliwa. Manchmal geht Klee nach einem Ballgewinn auf das gegnerische Tor zu, ansonsten marschiert er nach jedem Angriff des Gegners zur Auswechselbank. „Ich hatte am Anfang nicht die Geduld, jetzt kann ich damit gut umgehen“, erklärt Klee. Hochdorf ist für ihn ein Neuanfang, mit seiner Entwicklung ist er zufrieden. Dass die Mannschaft nach sieben Spieltagen schon sieben Punkte abgeben musste, wurmt ihn ein wenig. „Die Liga ist so ausgeglichen, da kann jeder jeden schlagen“, glaubt der aus Saulheim stammende Rechtshänder. 

Dennoch blickt er optimistisch auf die Partie. „Zu Hause wollen wir gewinnen, egal wer der Gegner ist“, sagt Klee. Pforzheim werde aber keine einfache Aufgabe. „Wenn wir in der Abwehr stabil stehen und im Angriff nicht so viele freie Bälle verwerfen, dann sollten wir die Punkte holen“, so Klee. Dabei zählt die TGS nach der Verpflichtung von Christian Heuberger (Bietigheim-Bissingen) und Valentin Hörer (Waiblingen) zu den Top-Teams der Liga. Nach bescheidenen Jahren werden höhere Ziele verfolgt. Mit Florian Taafel und dem Ex-Friesenheimer Nils Brandt verfügt das Team um Spielertrainer und Ex-Weltmeister Andrej Klimovets über einen gefährlichen Rückraum, der auch auswärts überzeugt. „Das wollen wir verhindern“, betont Klee, der alles daran setzen wird, dass vom Angriffswirbel der TGS nichts zu sehen ist.

(wij, Die Rheinpfalz, 17.10.2015)

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