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Klug: »Jeder hat für den anderen mitgearbeitet«

20. März 2017



Nach deiner Schulter-Operation im vergangenen Sommer hast du im Januar beim Auswärtsspiel beim TuS Fürstenfeldbruck erstmals wieder auf dem Spielfeld gestanden. Da hatte es dich dann aber schon wieder erwischt gehabt. Was war nun der Grund für dein langes Fehlen?

»Leider habe ich eine Viertelstunde vor Spielende bei einer Abwehraktion einen Schlag auf die Schulter bekommen. Das war sehr unglücklich und hätte auch passieren können, wenn ich zuvor nicht an der Schulter wäre operiert worden. Dann musste ich weitere fünf Wochen aussetzen und mich dann langsam hereinarbeiten. Ich mache aber Fortschritte: Die letzten zwei Trainingswochen verliefen für mich sehr gut, das Werfen klappt auch wieder und ich denke, dass ich jetzt am Wochenende auch wieder zum Einsatz kommen kann.«

Ein Handballer, der seine Schulter nicht belasten darf, ist in seinem Handeln natürlich sehr eingeschränkt. Wie hast du die Monate, in denen du deine Schulter nicht belasten durftest, verbracht?

»Ich war viel in der Reha, habe mit Physiotherapeuten zusammengearbeitet und vor allem viel Krafttraining gemacht, damit ich die Muskulatur in der Schulter wieder einigermaßen stützen kann. Mit dem Ball konnte ich ja nicht so viel machen.«

22 von 23 Saisonspielen hattest du nun als Zuschauer beobachten müssen. Wie hat sich die Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf geschlagen?

»Trotz ein paar unnötiger Niederlagen haben wir uns als Mannschaft sehr gut entwickelt. Auch einzelspielerisch haben viele einen Sprung gemacht, den die meisten Außenstehenden ihnen nicht zugetraut hätten. Tim [Götz] ist da natürlich ein gutes Beispiel. Wir sind mannschaftlich von Spiel zu Spiel besser zusammengewachsen und sind auch zu einer Einheit geworden. Daher ist es schade, dass uns vier Spieler zum Saisonende verlassen werden, da es definitiv ein Vorteil ist, wenn man bereits eingespielt ist. Im Großen und Ganzen war die bisherige Saison den Umständen entsprechend aber recht ordentlich.«

Neben deiner Tätigkeit als Spieler absolvierst du beim TV Hochdorf auch deinen Bundesfreiwilligendienst. Wie kam es dazu?

»Der Ursprung liegt darin, dass ich nach der Schule noch nicht wirklich wusste, was ich machen wollte; ob es eine Ausbildung oder ein Studium sein soll und auch in welche Richtung ich gehen will. Da ich mich aber nach dem Abitur unbedingt handballerisch weiterentwickeln wollte, kam ich mit Hochdorf ins Gespräch und habe dann mit Stefan [Bullacher] nach einer Lösung gesucht, welche wir dann schließlich in einem Freiwilligendienst hier im Verein gefunden haben.«

Welche Aufgaben fallen in deinen Bereich?

»Unser Hauptaufgabenbereich ist in Schulen. Wir leiten viele Handball-AGs und trainieren dort die Kinder. Auch im Verein leite ich aushilfsweise mal ein Training. Robin [Egelhof], der ja ein Freiwilliges Soziales Jahr beim TVH macht, ist sogar Trainer der A-Jugend. Ansonsten müssen wir auch ab und zu in unserer »Geschäftsstelle« Kündigungen entgegennehmen oder Spielberichte schreiben.«

Am Samstag kam es beim 27:24-Heimsieg gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen zu deinem lang ersehnten Comeback. Wie fällt dein Fazit aus?

»Wir haben eine herausragende kämpferische Leistung geboten. Gerade in der Abwehr hat jeder für den anderen mitgearbeitet und sich voll reingehängt. Für mich persönlich war es auch ein echt gutes Gefühl, mal wieder mit den Jungs auf der Platte zu stehen. Dass ich gut ins Spiel gefunden habe, der Mannschaft helfen konnte und wir letztlich auch den Sieg feiern konnten, macht das Erlebnis natürlich umso schöner.«

(Von Tobias Faller, 20.03.2017)

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