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Kein Sieger im ersten Kurpfalzderby – Hochdorf und Großsachsen trennen sich 31:31 (15:16)

29. September 2014

Auf dem Papier war schon vor dem Spiel der Favorit des Spiels schnell gefunden. Hochdorf zu diesem Zeitpunkt ungeschlagen mit starken Auftritten in Rödelsee und Horkheim – auf der anderen Seite der TV Germania Großsachsen. Die Mannschaft von der Bergstraße mit nur einem „Last-Minute“-Sieg gegen Kornwestheim stand unter Druck und wollte gegen Hochdorf wieder auf die Siegerstraße zurückfinden. Schließlich hat ein Derby seine eigenen Gesetze, wie jeder Sportsmann weiß. Die klare Favoritenrolle gibt es nicht, Spieler, die bis dahin noch nicht wirklich auf sich aufmerksam machten, können zu Matchwinnern werden und die Lautstärke in der Halle hat bis zu diesem Zeitpunkt nicht erst ein Schiedsrichtergespann beeinflusst. Es war also angerichtet zum ersten Derby-Gang des TV Hochdorf.

Die Geschehnisse in der ersten Halbzeit sind schnell zusammengefasst. Ein schnelles und rassiges Spiel mit einer mäßigen Abwehrleistung auf beiden Seiten führte dazu, dass zum Pausentee bereits 31 Tore gefallen waren. Sicherlich sehr sehenswert für den neutralen Fan, sollte es ihn bei einem Derby überhaupt geben. Aber für die Anhänger und Handballvirtuosen in der Sachsenhalle waren manche Spielszenen doch zum Haare raufen, vor allem die eine oder andere Abwehrszene und Torhüterleistung. Die Führung wechselte ständig und besonders Peter Masica auf Seiten des TVG sorgte dafür, dass seine Farben nicht ins Hintertreffen gerieten. Auf Seiten des TV Hochdorf war die Breite des Kaders wieder einmal der Grund dafür, dass man zur Halbzeit nur mit einem Tor zurück lag. Auch wenn eine höhere Führung des TVG durchaus verdient gewesen wäre.

In der Kabine stand neben der Erholung von der anstrengenden ersten Halbzeit wohl die Abwehrleistung auf der Agenda. Benny Matschke wechselte den unglücklichen Max Schneider für Tim Doppler, der nach seiner Hüftverletzung seinen Einstand im TVH Tor gab. Der Abwehr gab es bis dahin noch nicht den nötigen Weckruf. Viele Angriffe der „Sassemer“ wurden erfolgreich zu Ende gebracht und im eigenen Angriff kam die TVH-Tormaschine ins Stottern, was dazu führte, dass Großsachsen die Führung ausbaute. Hochdorf stellte die Abwehr auf eine sehr offensive 4:2-Deckung um und erhoffte sich dadurch zurück ins Spiel zu finden - mit Erfolg.

Innerhalb von 6 Minuten egalisierte Hochdorf den 5 Torevorsprung der Badener und plötzlich war es ein Kampf mit offenem Visier. Harte Fouls, strittige Schiedsrichterentscheidungen und laute Fans aus Hochdorf brachten den nötigen Zunder mit. Schließlich war es Stefan Job, der seine tolle Leistung mit dem Führungstreffer zum 29:30 krönte. Das Momentum war wieder bei den Grünhemden, die durch einen Ballverlust aber leider den Vorteil wieder aus der Hand gaben. Großsachsen legte zum 31:30 vor und die Sachsenhalle stand Kopf. Hochdorf hatte noch einen Angriff und setzte alles auf eine Karte. Benny Matschke griff zu der bewehrten Tatik und nahm Sandro Sitter für einen weiteren Feldspieler aus dem Tor. Sitter hatte einen entscheidenden Anteil an der Aufholjagd des TV Hochdorf und wurde nach dem Spiel zum besten Hochdorfer gekürt. Der letzte Angriff wurde angepfiffen und Hochdorf spielte mit mehr Cleverness als eine im Schnitt 23jährige Mannschaft haben kann. Niklas Schwenzer kam auf Linksaußen frei zum Wurf und verwandelte zum 31:31 Endstand.

Unterm Strich ein verdientes Unentschieden im ersten Derby des TV Hochdorf. Hoffentlich hält die Derbypower bis am Donnerstag, wenn es in Leutershausen zum ersten Topspiel in der 3. Liga Süd kommt. Seid mit dabei und unterstützt unsere Jungs in Leutershausen. Anwurf ist um 20:00 Uhr in der Heinrich-Beck Sporthalle in Hirschberg. 

Vzd – 29.09.2014

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