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Jung-Gallier sammeln gegen schwache Pfalzbiber wichtige Punkte im Abstiegskampf

11. April 2015

Der TV Hochdorf ist im Abstiegskampf unterwegs! Erst der TSV Neuhausen/Filder, nun ging es zu HBW Balingen/Weilstetten II. Da deren Trainer Eckard Nothdurft auf mehrere Spieler, die normalerweise auch in der Bundesliga auflaufen, zurückgreifen konnte, Hochdorfs Coach Benjamin Matschke hingegen auf fünf Spieler verzichten musste, stand vor der Partie ein dickes Fragezeichen.

„Unter der Woche hatten wir eine grottenschlechte Trainingseinheit. Da war ich mir nicht sicher, ob wir hier überhaupt eine Chance haben. Aber die Spiele, in die man mit einer geringen Erwartung geht, werden meistens gut“, freute sich Nothdurft. Seine Mannschaft, Viertletzter der Tabelle, hatte soeben den Tabellendritten TV Hochdorf über 50 Minuten vorgeführt. Gleich zu Beginn an boten die „Gallier von der Alb“ den Zuschauern in der Sparkassen-Arena ein schnelles, attraktives Angriffsspiel, ohne Kompromisse in Abwehr und Angriff. Sandro Sitter, der zwischen den Pfosten begann, bekam recht wenig zu fassen, vorne häuften sich die technischen Fehler und teilweise katastrophalen Fehlwürfe, sodass sich die Gastgeber schon nach 16 Minuten auf 11:6 absetzen konnten.

Ein Torwartwechsel von Sitter hin zu Max Schneider brachte immerhin kurzzeitig etwas, die offene TVH-Deckung und die Balinger, die jedem Abpraller nachgingen und ihn im Großteil der Fälle auch bekamen, machten dem Schlussmann das Leben jedoch nicht einfach. Offensiv versuchte es das Trainerteam mit zwei Kreisläufern, weil der Rückraum mit nur zwei Rechtshändern dünn besetzt war, da Tim Beutler mit Knieproblemen kurzfristig ausfiel, doch HBW reagierte mit einer Umstellung von einer 6:0- auf eine 5:!-Abwehr und erstickte so die Wirkung dieser taktischen Raffinesse im Keim. Lange Rede, kurzer Sinn: Zwar konnten sich die Hochdorfer bis auf 14:12 herankämpfen, danach zog HBW bis zur Pause auf 17:13 davon.

Auch nach der Pause, in der Matschke und sein Co-Trainer Carsten Hoffmann einige Umstellungen tätigten, erwischte der Gastgeber den besseren Start, während der TVH die Anfangsphase vor allem defensiv total verschlief. So konnte man 21:13 nach 35 Minuten schon von einer Vorentscheidung sprechen. Hochdorf kam über das ganze Spiel hinweg eigentlich nur über drei Spieler zum Torerfolg: Jonas Kupijai (acht Tore), Dominik Claus und Steffen Bühler (je sieben Tore). Die Balinger ihrerseits überzeugten vor allem in der Offensive, während der TVH einem Debakel entgegensteuerte und auch die Körpersprache ließ auf nicht mehr allzu viel Hoffnung der Spieler selbst schließen. Spätestens beim 31:21 acht Minuten vor dem Ende war auch dem größten Optimisten klar, dass das hier nichts mehr werden würde.

Für einen hatte sich die lange Fahrt jedoch trotzdem gelohnt: Der 18-jährige Björn van Marwick durfte in den letzten zehn Minuten aufs Feld und konnte gleich zwei Tore erzielen!

Nach einer Partie, die über weite Strecken nichts mit Drittliga-Handball zu tun hatte, müssen die Spieler in den kommenden sechs Tagen den Kopf frei bekommen, denn bereits am Freitag steht das schwere und ebenso wichtige Heimspiel gegen den Zweiten der Tabelle, die SG Nußloch, an. Das Saisonziel, Platz drei, ist in Gefahr.

(tfh, 11.04.2015)

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