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Hundt zwingt Hochdorf in die Knie

10. Oktober 2015

Es ist die Geschichte des Spieltags: Benjamin Hundt, jahrelang Spieler in Diensten des TV Hochdorf und erst in diesem Sommer zum TV Germania Großsachsen gewechselt, verwandelt nach der Sirene einen Siebenmeter zum 26:25-Erfolg seiner Mannschaft gegen sein Ex-Team. Es ist der erste Saisonsieg der „Saasemer“.

Für die Pfalzbiber war es ein Spiel, welches von Anfang an unter keinem guten Stern stand. Dominik Claus und Pascal Kirchenbauer, die in der vergangenen Woche die Abwehr der HBW Balingen/Weilstetten II noch gewaltig auf Trab hielt, wurden beide bei der TSG Friesenheim gebraucht, dazu kommen drei Langzeitverletzte und die Sperre von Stefan Job. Und wenn man denkt, es kann gar nicht mehr schlimmer kommen, verletzt sich Kapitän beim Konterversuch früh in der Partie am Kopf und kann nicht mehr weitermachen. Gegen Großsachsen hatte man sich in den vergangenen Jahren immer schwer getan, letztes Jahr konnte man keines der beiden Spiele gewinnen. 

Gleich zu Beginn muss man festhalten: Das war kein gutes Handballspiel. Überschattet von Bühlers Verletzung sowie Nicklichkeiten auf beiden Seiten, schafften es sowohl die Gastgeber als auch die Gäste nicht, in ihren Spielfluss zu finden. Wenn man das in der 3. Liga so sagen kann, wurden die meisten Tore mit mehr Glück als Verstand erzielt. Man versteifte sich auf Einzelaktionen; im Laufe des Spiels bekam bei Hochdorf immer öfters Jan Claussen den Ball in die Hand, während beim TVG Jan Triebskorn für die Tore sorgte.

Von Anfang an zeichnete sich ab, dass das nicht das typische Spiel des formschwachen Tabellenletzten gegen den aufstrebenden Tabellensechsten werden würde. Hochdorf führte zwar zumeist, aber nie mit mehr als zwei Toren, und Großsachsen hielt wacker dagegen. Anfangs kam der TVH noch gut in die erste und zweite Welle, was vor allem Niklas Schwenzer in die Karten spielte, doch die Blau-Gelben unterbanden das Tempospiel ihrer Gäste im Verlauf des Spiels immer mehr. Beim Stand von 12:13 ging es in die Kabine. Nach der Pause war das Momentum plötzlich auf der Seite der Gastgeber, denn der TV Hochdorf versäumte es, mit einem ähnlich schnellen Tempo wie in der Vorwoche aus der Pause zu kommen. Die Folge war ein schneller Rückstand, der nach 40 Minuten erstmals drei und drei Minuten später erstmals fünf Tore betrug. Sliwa reagierte, brachte Hagen Gutland für Sandro Sitter ins Tor. Über eine harte Deckung um den starken Mittelblocker Christopher Klee fand der TVH zurück in die Partie, kämpfte sich durch einen 4:0-Lauf auf ein Tor heran, bei noch neun zu spielenden Minuten, doch Großsachsen hatte eine Antwort parat. Mit zwei Toren konnte dann der starke Jan Claussen (insgesamt neun Tore) den Ausgleich erzielen, da waren noch drei Minuten zu gehen. In der Folge hatten beide Mannschaften die Chance, in Führung zu gehen. Die beste hatte wohl der TVG, doch als der Ball etwas überraschend im Konter an den Kreis kam, wurde die Chance ausgelassen. Im letzten Angriff der Hochdorfer schoss Tim Beutler den Ball drüber. Großsachsen machte den Ball schnell, die Schiedsrichter ahndeten ein Foul von Alexander Falk an Tom Zahn mit Siebenmeter. Der Rest: Ironie des Schicksals. 

Für den TV Germania Großsachsen spielten: Jahnke, Fraefel - Hundt (6/6), Gunst (2), Triebskorn (8) - Zahn (7), Zweigner (1) - Rybakov (2) - Knierim, Schulz, Kohl, Spilger, Ulrich.

Für den TV Hochdorf spielten: Sitter, Gutland - Claussen (9), T. Beutler (5), Lanninger (1) - Schwenzer (6/3), Falk (1) - Bühler - Labroue (2), Klee (1), van Marwick, Matschke, Purucker, Unger.

(Von Tobias Faller, 10.10.2015)

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