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Hochdorf startet gegen den amtierenden Deutschen Meister in die Saison

25. August 2016

Andy Schmid, Kim Ekdahl du Rietz, Patrick Groetzki, Gudjon Valur Sigurdsson, Hendrik Pekeler, Gedeon Guardiola und, und, und. Der Kader der Rhein-Neckar Löwen liest sich wie das Who-is-Who der Handballwelt. Wenn der TV Hochdorf am kommenden Samstag in die Saison 2016/2017 startet, geht es nicht gegen ambitionierte Nachwuchshandballer, sondern gegen Champions-League-Sieger, Olympiasieger, Welt- und Europameister — gegen die beste Mannschaft Deutschlands der vergangenen Spielzeit, dem Deutschen Handballmeister. Schöner kann man wohl kaum in eine lange und anstrengende Saison starten. 

Als am 14. Juni bekannt wurde, dass es für die Truppe von Trainer Stefan Bullacher gegen die Löwen geht, gab es im kleinen 2000-Seelen-Ort kein Halten mehr. Dass der TV Hochdorf nur in Sachen Tradition den Badenern etwas vormachen kann, bleibt da eine Randnotiz - schließlich liegen die sportlichen und wirtschaftlichen Ambitionen beider Vereine weit auseinander. Winziger Wehrmutstropfen bleibt da nur die Spielstätte: Anwurf der Partie ist am Samstag, den 27. August, um 17:45 Uhr in der Sporthalle Kreuztal in Ferndorf. Knapp 240 Kilometer Anreise für zwei Vereine, deren Heimspielstätten nur etwa 20 Kilometer auseinanderliegen. Aber „um gegen die Rhein Neckar Löwen spielen zu können, würde ich sogar auf die Insel Usedom reisen!“, bringt es TVH-Neuzugang und Mittelmann Tim Götz auf den Punkt.  

Auf der Platte treffen die Pfalzbiber auf die beste Abwehr der vergangenen Spielzeit. Aber auch der drittbeste Angriff im deutschen Oberhaus hat einiges zu bieten. Allen voran Mittelmann Andy Schmid, der Denker und Lenker des Löwen-Angriffs. Der Schweizer wurde in der vergangenen Saison erneut zum wichtigsten Spieler der Bundesliga gewählt und brilliert nicht nur durch sehenswerte Anspiele an seine beiden Kreisläufer Rafael Baena und Hendrik Pekeler, sondern weiß auch selbst ,wo das Tor steht. 

Für die Pfalzbiber gilt es also mutig und furchtlos ins Spiel zu gehen, Respekt, aber keine Angst vor dem besten Kader Deutschlands zu haben und der Handballwelt zu zeigen, dass man auch in Hochdorf ansprechenden Handball spielen kann. Denn eigentlich kann man bei so einer Begegnung nur gewinnen: an Erfahrung, an Emotionen und an Erinnerungen, von denen man hoffentlich noch lange Berichten kann, im kleinen Handballort Hochdorf.

(Von Daniel Lanninger, 25.08.2016)

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