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Hochdorf nach Arbeitssieg nun Dritter

19. März 2016

Wenn’s läuft, dann läuft’s! Der TV Hochdorf verbessert sich durch einen 30:24-Erfolg gegen den SV 64 Zweibrücken im Kalenderjahr auf eine Punkteausbeute von 15:3, gewinnt damit das fünfte Ligaspiel, bewahrt seinen seit nunmehr fünf Monaten bestehenden Heimnimbus und verbessert sich durch ein zeitgleiches Unentschieden von Konkurrent SG Nußloch in Pforzheim auf den dritten Tabellenplatz.

Es war weder das schönste noch das beste Spiel, dass die Hochdorfer gegen den Tabellenvorletzten auf die Platte brachte, doch es zeigte zum einen, dass man in der aktuellen Form — an die wohl aktuell kein anderes Team herankommt — auch solche Spiele gewinnen kann und sogar trotz vieler Fehler im Angriff 30 Tore werfen kann; ein Wert, der in diesem Jahr erst zweimal verpasst wurde. Denn es läuft beim TV Hochdorf. Daran konnten auch zwei kommende Hochdorfer Spieler im Trikot der Westpfälzer, Ladislav Kovacin im Tor und Robin Egelhof im rechten Rückraum, nichts ändern. Kovacin konnte zwar einige Bälle parieren und brachte seine Abwürfe äußert präzise zum Mann, verlor das Torwartduell gegen Sandro Sitter, der nach der Partie von Marco Sliwa für seine bärenstarke Leistung besonders hervorgehoben wurde, klar. Egelhof gehörte im alles in allem recht eintönigen Angriff der 64er noch zu den Aktivposten, schenkte seinem zukünftigen Team vier Treffer ein und bediente seine Nebenleute, besonders die Kreisläufer, in mehreren Situationen mustergültig.

Gäste-Trainer Stefan Bullacher, ab kommender Saison in Diensten der Pfalzbiber, etablierte in Zweibrücken eine Abwehrvariante, die es gegnerischen Teams extrem schwer macht, zu Toren zu kommen. Auch der TV Hochdorf hatte zunächst Probleme mit der 3:2:1-Abwehr seines Gegners, die sich nach dem Auflösen zu einer 6:0-Deckung transformierte. Da auch das Rückzugsverhalten der Grün-Weißen zu Beginn der Partie noch ausbaufähig war, kamen die Gäste vor allem durch Schnellangriffe zu Torerfolgen und lagen in den ersten 15 Minuten stets in Führung. In der 18. Minute besorgte der starke Dominik Claus für die erste Führung der Pfalzbiber, ab diesem Zeitpunkt sollte das Spielgeschehen eher nach dem Wunsch der Vorderpfälzer verlaufen. Denn aus dem 9:8 wurde noch ein 14:10, ehe die Gäste vor der Pause noch auf 12:14 verkürzen konnten. 

Lange machte sich der TVH das Leben selbst schwer, denn spielerisch konnten die Gäste eigentlich nicht überzeugen. Trotzdem schafften sie es durch eine gute Defensive, Fehler zu erzwingen, und durch den nötigen Kampf gestaltete sich die Begegnung lange Zeit offen. Bestes Beispiel: Nach der Pause erzielen die Bullacher-Schützlinge drei Treffer in 97 Sekunden, übernehmen wieder die Führung und zwingen Marco Sliwa schon nach rund anderthalb Minuten zu einer Auszeit. Erst nach 42 Minuten schafften es die Hochdorfer, wieder in Führung zu gehen. Mit diesem Treffer kippte aber das Momentum langsam auf Seiten der Hochdorfer. Marco Sliwa musste in diesem Spiel neben den Langzeitverletzten nur auf Kapitän Steffen Bühler und Mittelmann Denny Purucker verzichten und konnte — nach Hochdorfer Verhältnissen aus den letzten zwei, drei Jahren — wieder aus dem Vollen schöpfen, während sein Gegenüber und Nachfolger Bullacher aufgrund von akuter Personalnot sieben A-Jugendliche aufbieten musste. 

Die Kräfte auf Seiten der Gäste ließen nach, Hochdorf erarbeitete sich in den Schlussminuten ein Polster und spätestens, als Alexander Falk fünf Minuten vor Schluss erstmalig auf fünf Tore Vorsprung erhöhen konnte, war die Messe gelesen. Als nach 60 Minuten die Schlusssirene ertönte, stand ein 30:24 auf der Anzeigetafel des Hochdorfer Sportzentrum.

Während sich der TVH durch dieses Ergebnis in der Tabelle verbesserte, verweilt der SV 64 mit zwei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer auf dem vorletzten Rang, hat aufgrund der Personalsorgen und der kommenden Aufgabe — Tabellenführer HSG Konstanz kommt mit Aufstiegsambitionen in die Westpfalz — denkbar schlechte Karten. Nichtsdestotrotz bleibt Bullacher weiterhin optimistisch. Für den TVH geht es erst wieder am 02. April weiter. Dann steht die Auswärtsfahrt nach Pfullingen an. Der forsche Aufsteiger steht derzeit auf dem siebten Rang, das Hinspiel konnte man jedoch mit 39:28 gewinnen. Wer in der stimmungsvollen Kurt-App-Halle jedoch einen Selbstläufer erwartet, der wird höchstwahrscheinlich getäuscht werden. 

Für den TV Hochdorf spielten: Sitter, Schulte - Claussen (6), T. Beutler (2), Lanninger - Schwenzer (3), Labroue (1) - Job (4) - Claus (5), Klee, van Marwick, Matschke, Unger (5/2), Falk (4).

Für den SV 64 Zweibrücken spielten: Kovacin (1), Berz - A. Wöschler (5), Enders (2/1), Egelhof (4) - N. Wöschler (4), T. Zellmer (4) - B. Zellmer (4) - Alt, Bach, Gromer, Bayer, Grieser.

(Von Tobias Faller, 19.03.2016)

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