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Hochdorf überzeugt bei 29:20 gegen Friesenheim

22. Juli 2015

Der TV Hochdorf bleibt auch im dritten Testspiel der Vorbereitungsphase auf die Saison 2015/2016 ungeschlagen. Nach deutlichen Erfolgen gegen den Oberligisten TV Nieder-Olm und den TV Groß-Umstadt aus der Ost-Staffel der dritten Liga, konnte die Mannschaft von Marco Sliwa nun auch Erstliga-Absteiger vor ungefähr 300 Zuschauern im Hochdorfer Sportzentrum besiegen.

Das Ergebnis fiel sogar relativ deutlich aus: 29:20 hieß es nach 60 Minuten. Die Deutlichkeit des Endstandes sollte man allerdings nicht an die große Glocke hängen: Friesenheim trainierte erst ein einziges Mal mit Ball, was sich auch auf das Angriffsspiel auswirkte, wo der ehemalige Hochdorfer und jetzige Friesenheimer Cheftrainer Benjamin Matschke sicherlich noch einige Stellschrauben drehen muss. Viele Ballverluste - auf beiden Seiten - prägten dieses Spiel, allerdings bot die Partie auch einen großen Unterhaltungswert. Die Tore wurden teilweise spektakulär erzielt oder vorbereitet, Kevin Klier sowie seine Gegenüber Max Bender und Sandro Sitter fischten einige gefährliche Bälle heraus und vor allem die Hochdorfer Verteidigung sorgte ein ums andere Mal für Szenenapplaus.

Hier lässt sich schon eindeutig die Handschrift von Marco Sliwa erkennen, der bereits zu seiner aktiven Zeit als knochenharter Verteidiger bei seinen Gegenspielern gefürchtet war. Allerdings schickte er über 50 Minuten keine 6:0-Deckung ins Rennen, sondern versuchte es mit einer 3:2:1-Formation. Bereits unter Matschke spielten die Pfalzbiber in der vergangenen Saison diese Deckungsvariante, und auch in den bisherigen Testspielen kam sie oft zum Tragen. Die TSG kam kaum zu leichten Toren oder leistete sich viele technische Fehler. Erst zum Ende der Begegnung hin wechselte Sliwa zur 6:0.

In den meisten Bereichen war der TVH den Gästen aus Ludwigshafen überlegen, das meiste ist jedoch auf den „Trainingsrückstand“ im spielerischen Bereich der Eulen zurückzuführen. Allerdings hatte Hochdorf auch im läuferischen Bereich klar die Oberhand, hielt über 60 Minuten in einer erneut total überhitzten Halle konstant sein Tempo, kam gerade zum Ende des Spiels hin immer öfters in die erste und zweite Welle, was einfache Tore zur Folge hatte. 

In einem unterhaltsamen Spiel, das nur selten unfair wurde und welches die beiden Unparteiischen gut unter Kontrolle hatten, bekam jeder Spiele seine Minuten. Pascal Kirchenbauer, der ein Zweitspielrecht für den TVH besitzt, lief gar auf beiden Seiten auf. Er machte einen guten Eindruck, erzielte für die Pfalzbiber einen Treffer, für die TSG später drei. Darüber hinaus konnte er auch durch einige starke Zuspiele glänzen. Auch die anderen Neuen beim TVH konnten überzeugen: Denny Purucker spielte seine Schnelligkeit gegen die teilweise lahmen TSG-Verteidiger aus und verteidigte auf der Halbposition in der 3:2:1 hervorragend. Max Bender profitierte von seiner starken Abwehr und ließ in der ersten Halbzeit nur acht Gegentreffer gegen seine alten Kollegen zu, Alexander Falk war fünfmal erfolgreich, Robin Unger erwies sich - für einen Linksaußen - erneut als sehr spielstark und abgezockt. 

Zwar kein ganz Neuer, aber immerhin in seiner ersten Vorbereitung mit der ersten Mannschaft, ist Björn van Marwick. Der aus der Hochdorfer Jugend kommende Rückraumspieler bekam von Sliwa, der ihn bereits im vergangenen Jahr als Trainer der zweiten Mannschaft an den Erwachsenenbereich heranführte, viel Vertrauen geschenkt, was er mit vier Toren bei vier Versuchen und einer starken Verteidigung zurückzahlte.

Es ist sicherlich noch nicht alles Gold, was glänzt, doch was der TV Hochdorf bislang auf die Platte gebracht hat, war unterhaltend und effektiv zugleich. Friesenheim war noch nicht eingespielt und musste deshalb etwas Lehrgeld - eine Erfahrung, die Benjamin Matschke sicherlich gerne mitnimmt. Die Spieler des TV Hochdorfs haben nun erstmal eine Woche frei. Das nächste Testspiel findet dann am 05.08. statt. Gegner: TSG Ludwigshafen-Friesenheim.

Für den TV Hochdorf spielten: Bender (1.-30.), Sitter (31.-60.) - Kirchenbauer (1), Claussen (3), Lanninger (4) - T. Beutler (3), Labroue - Bühler (8/3) - Purucker, Falk (5), van Marwick (4), Unger (1).

(Von Tobias Faller, 22.07.2015)

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