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Einseitiges Derby - Hochdorf bezwingt Mundenheim

03. Dezember 2016

Der TV Hochdorf gewinnt auch das zweite pfälzische Derby der Saison — und dieses Mal mit einer außergewöhnlichen Deutlichkeit. 34:21 lautet der Endstand im Heimspiel gegen die VTV Mundenheim. Bester Torschütze der Pfalzbiber ist abermals Mittelmann Tim Götz mit 9/2 Treffern.

»Ich möchte mich bei all denjenigen entschuldigen, die heute Abend zehn Euro bezahlt haben«, konstatierte ein sichtlich konsternierter Patrick Horlacher nach dem Spiel. Der Trainer der VTV Mundenheim war mit dem Auftritt seiner Mannschaft alles andere als zufrieden, denn in einem einseitigen Spiel war seine Mannschaft unterlegen. 

Vier Minuten und zwölf Sekunden hatte es gedauert, bis Horlacher die erste Auszeit des Spiels nahm. Spielstand: 5:1 für den Gastgeber. Die Manndeckung gegen Hochdorfs besten Torschützen im bisherigen Saisonverlauf, Tim Götz, schlug fehl; stattdessen trafen die Pfalzbiber jeden einzelnen Wurf. Doch auch das Timeout brachte nicht den nötigen Schwung in das Spiel der Ludwigshäfener. Stattdessen drückte der TVH gewaltig aufs Tempo; beim Spielstand von 11:2 nach 13 Minuten war quasi bereits die Vorentscheidung gefallen.

Dann folgte jedoch Mundenheims beste Phase im Spiel. Horlacher wechselte den Torwart, brachte den ehemaligen Hochdorfer Tim Doppler für Nico Klein. Doppler konnte sofort einige Bälle abwehren, sodass die Grün-Weißen acht Minuten lang ohne eigenen Torerfolg bleiben sollten. Da die VTV selbst jedoch kaum Durchschlagskraft entwickelten und immer wieder von der agilen und hellwachen TVH-Deckung unterbrochen wurden, stand es wieder 12:4, als die Pfalzbiber nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder selbst trafen. 

Gerade den Hochdorfer Rückraumspielern hatte Mundenheim nur wenig entgegenzusetzen. Jan Claussen, Tim Götz und Robin Egelhof erzielten alleine so viele Feldtore wie alle Spieler der VTV zusammen. Götz, der wie gewohnt mächtig aufs Gaspedal trat, stellte mit seinem Treffer den 18:7-Halbzeitstand her.

Auch im zweiten Durchgang diktierte der TV Hochdorf das Spielgeschehen. Beim 23:10 nach 39 Minuten war erstmals der am Ende erreichte 13-Tore-Vorsprung, der auch der höchste des Spiels bleiben sollte, erreicht. In der Folge nahm der TVH jedoch etwas das Tempo heraus und ließ so seinen Gegner auch immer wieder zu Torerfolgen kommen — ohne jedoch etwas anbrennen zu lassen. Besonders sehenswert war der Treffer von Lennart Schulte: Weil Mundenheim den zusätzlichen Feldspieler brachte, war das Tor verwaist, sodass Schulte, der sich zudem — wie im ersten Durchgang sein Gegenstück Ladi Kovacin — wieder durch einige Paraden auszeichnen konnte, über den heraneilenden Tim Doppler hinweg zum zwischenzeitlichen 26:14 einnetzte. Christopher Klee war es am Ende mit einem Doppelschlag vorbehalten, den 34:21-Endstand herzustellen.

»Wir waren heute aber gut vorbereitet und waren — wie es sich für ein Derby gehört — hochmotiviert. Wir dachten uns nicht: »Ach, das schaukeln wir schon«, sondern wollten uns den Sieg über 60 Minuten hart erarbeiten. Dass wir dann nach 20 Minuten schon zehn Tore vorne liegen, verdient einen großen Respekt an die Jungs« zeigte sich TVH-Trainer Stefan Bullacher überglücklich und hochzufrieden über den deutlichen Ausgang der Partie und das Auftreten seiner Mannschaft. (Stimmen zum Spiel) In der kommenden Woche wartet dann aber schon ein Gegner eines anderen Kalibers auf den TV Hochdorf. Denn dann geht es zur SG Nußloch, einem absoluten Top-Team der Liga. Aber: Gegen das Team des ehemaligen Hochdorfer Kapitäns Christian Job sind die Pfalzbiber noch ungeschlagen. Anpfiff in der Nußlocher Olympiahalle ist am kommendem Samstag um 20 Uhr.

Für den TV Hochdorf spielten: Kovacin, Schulte (1) - Claussen (7), Götz (9/2), Egelhof (7) - Schwenzer (1), Novo (3) - Bühler (2) - Sorda, Bayer (2), van Marwick, Klee (2).

Für die VTV Mundenheim spielten: Klein, Tim Doppler - Schmieder (6), Julian Doppler (1), Scheuerer (2) - Binnes (2), Bregazzi - Hanke - Florian Treiber, Arentz (2), Tremmel, Buschsieper (4), Klein (3), Hannes (1).

(Von Tobias Faller, 02.12.2016)

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