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Ein eigentlich ganz einfaches Rezept

12. September 2015
Hochdorf-Assenheim. Dank einer sehr starken Abwehrleistung haben die Handballer des TV Hochdorf in der Dritten Liga Süd den ersten Erfolg dieser noch jungen Spielzeit gefeiert. Nach dem 31:20 (14:11) gegen die SG Nußloch sollte der TVH nun in der Saison angekommen sein.
Im Leben wäre es recht praktisch, wenn man in Situationen, in denen es nicht so gut läuft, so eine Art Joker hätte, bei dem man wüsste, jetzt wird alles wieder gut. Hätte die Drittligamannschaft des TV Hochdorf solch einen Joker, würde sie sich in der nächsten Phase, in der es nicht so gut läuft, einfach wünschen, dass der nächste Gegner SG Nußloch heißt. Denn die Mannschaft aus Baden haben die „Pfalzbiber“ schon in der vergangenen Saison zweimal besiegt. Und nun hat der TVH durch den Erfolg gestern Abend einen Saisonbeginn mit drei Niederlagen in Serie abgewendet. Man hätte sonst wohl von einem Fehlstart sprechen müssen. Entsprechend groß war die Erleichterung im Lager des TVH. Trainer Marco Sliwa sprach an seinem 32. Geburtstag von einem „Befreiungsschlag“, Torwart Sandro Sitter von einem „brutal wichtigen Erfolg“ und Dominik Claus, der mit sieben Treffern, davon ein Siebenmeter, erfolgreichster Werfer der Hochdorfer war, von der „richtigen Antwort auf die beiden Niederlagen zuvor“.

Dabei haben die Hochdorfer einfach nur das gemacht, was im Handball die Grundlage für einen Erfolg ist: eine gute Abwehr gestellt. Das war ihnen in den ersten beiden Saisonpartien mit 29 beziehungsweise 34 Gegentreffern nicht gelungen. Und so hat Sliwa in den Tagen vor dem Spiel gegen Nußloch die Abwehr „von Anfang an aufgerollt“. Der Übungsleiter hat seiner Mannschaft jetzt nicht das Abwehr-ABC neu erklärt, das kennt sein Team trotz der Gegentorflut zuletzt schließlich. Aber an ein paar kleinen Stellschrauben hat Sliwa gedreht: Beispielsweise Abläufe besprochen und üben lassen sowie einfache Absprachen getroffen.

Und siehe da, gestern Abend stand eine Hochdorfer Abwehr auf dem Feld, die Aggressivität und Biss zeigte und vor allem gedankenschnell jede Lücke sofort wieder schloss, die die Nußlocher Angreifer auftaten – beziehungsweise dachten, auf zu tun. Oder, wie es Dominik Claus ausdrückte: „Wir haben draufgekloppt wie die Verrückten.“ Ohne dabei überhart zu agieren. Und von einer guten Abwehr profitiert naturgemäß auch der Angriff, in dem sich die Hochdorfer viel leichter taten als zuletzt.

Es sieht nun so aus, als sei der TVH in der Saison angekommen. Ansonsten sollten sie beantragen, wieder gegen Nußloch zu spielen.

(Von Thorsten Eisenhofer, Die Rheinpfalz, 12.09.2015)

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