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Ein Derby mitsamt Bruderduell

10. Oktober 2015
Hassloch. Derbyzeit in der Dritten Handball-Liga Süd: Heute (19.30 Uhr) empfängt Aufsteiger TSG Haßloch im TSG-Sportzentrum den Tabellensiebten der vergangenen Runde in der Dritten Liga West, den SV 64 Zweibrücken.
„Ich kenne mich wenig in den pfälzischen Handball-Beziehungen aus. Aber man hat es nicht versäumt, mir zu sagen, dass die Zweibrücker Haßloch zweimal in die Aufstiegssuppe gespuckt haben“, erzählt TSG-Trainer Admir Kalabic schmunzelnd. Es war in den Oberliga-Spielzeiten 2011/2012 sowie 2013/2014, als die TSG stets vom SV 64 Zweibrücken im Aufstiegsrennen abgefangen worden ist. Und es gibt noch etwas Besonderes: Die Zellmer-Brüder Andreas (TSG) und Benjamin (SV) treten gegeneinander an. Nach zwei zuletzt klaren TSG-Niederlagen gegen Nußloch und Kronau-Östringen sitze der Schock erst einmal tief, gesteht Andreas Zellmer. Doch wisse man in Haßloch, dass „da Aufgaben kommen, in denen größere Chancen sind, zwei Punkte zu bekommen“. Denkt er an heute, spricht er von „zwei Punkten, die wir dringend brauchen“. TSG-Coach Admir Kalabic bleibt angesichts von vier Niederlagen gelassen: „Von sechs Spielen hatten wir vier auswärts gegen Gegner, die in der vergangenen Saison in der oberen Tabellenhälfte platziert waren.“

„Wir müssen vor allem die Haßlocher Achse Rückraum-Kreis verteidigt bekommen“, nennt Stefan Bullacher, Trainer des SV 64, eine entscheidende Stellschraube, an der es für seine Abwehr zu drehen gelte, wenn aus Haßloch Punkte mitgenommen werden sollen. Für die Zweibrücker sind die beiden deutlichen Niederlagen, die Haßloch zuletzt einstecken musste, nicht der Maßstab. „Die Leistung, die Haßloch beim Sieg gegen Hochdorf gezeigt hat, die Leistung, die in Pfullingen geboten wurde, wo sie hätten gewinnen müssen, die sind der Maßstab“, zollt Bullacher der TSG Respekt. Das Problem, gut gespielt zu haben, sich am Ende nicht dafür zu belohnen, „kennen wir ja auch“, sagt Bullacher beispielsweise mit Blick auf das Remis gegen Teningen am vergangenen Wochenende, als der SV 30 Minuten überragend verteidigte. 

Rechtsaußen Philipp Hammann, der dabei krankheitsbedingt fehlte, ist einsatzfähig. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Linksaußen Nils Abel, der sich im Training am Fuß verletzte. Sicher nicht spielen wird Rückraumspieler Kubo Balaz, der mehrere Wochen wegen eines jetzt diagnostizierten Risses im Wadenbeinköpfchen ausfallen wird. 

7:1 Punkte in Serie, Sprung auf Platz sechs, immer schneller, stabiler, erfolgreich: Der TV Hochdorf hat mit seinen Trainern Marco Sliwa und Steffen Schneider in die Spur gefunden. Was man vom heutigen Gastgeber TV Germania Großsachsen (20 Uhr) nicht sagen kann. Die Mannschaft mit dem Ex-Hochdorfer Benjamin Hundt hat noch gar nichts gewonnen in dieser Saison. Hundt erzielte bei bislang vier Einsätzen 13/7 Tore, knappstes Ergebnis war das 25:26 gegen den SV 64. Beim TVH fehlen Stefan Job (Sperre), Denny Purucker und die Langzeitverletzten Niklas Schneider, Maximilian Bender und Nick Beutler.

(sab/add/thc, Die Rheinpfalz, 10.10.2015)

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