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Durchschnittliche Leistung reicht Hochdorf zum Sieg

02. Mai 2015

Der TuS Fürstenfeldbruck spielte in Hochdorf mit dem Rücken zur Wand, bot dem Favoriten Paroli, zog am Ende jedoch trotzdem knapp den Kürzeren – es hätte aber noch deutlicher ausfallen können.

27:25 schlug die Mannschaft von Benjamin Matschke den TuS und hat somit beim letzten Spiel der Saison am kommenden Samstag in Pforzheim alle Trümpfe in der Hand, den dritten Platz zu sichern. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage der SG Nußloch und einem gleichzeitigen Sieg der Pfalzbiber würde man die Saison sogar als Tabellenzweiter abschließen. Fürstenfeldbruck spielt da in anderen Dimensionen. Die Mannschaft von Martin Wild steht zurzeit auf einem Abstiegsplatz und kämpft im Heimspiel gegen Großsachsen am kommenden Wochenende um alles oder nichts.

Der Abstiegskampf war zu spüren, es war keine unfaire Partie, aber beide Teams schenkten sich auch nichts. Es war ein Kampfspiel. Darin sind die Hochdorfer mittlerweile Experten, allerdings sind sie es auch darin, diese zu gewinnen. Der Start wurde völlig verschlafen, Fürstenfeldbruck spielte zwar nicht überzeugend und wies vor allem offensiv Mängel im Spielaufbau auf, die 3:2:1-Abwehr machte dem TVH jedoch zu schaffen. Der Rückraum um den verabschiedeten Jonas Kupijai erhielt keinen Zugriff auf das Spiel, dafür erhielten die beiden Außen Maximilian Labroue (fünf Würfe, fünf Tore) und Nick Beutler (drei Würfe, drei Tore, zwei herausgeholte Siebenmeter) viele Bälle.

Mit der Zeit machte Hochdorf auch einen besseren Eindruck als der Gegner, der immer wieder am starken Max Schneider im Hochdorfer Kasten scheiterte. Beim 7:6 nach 21 Minuten waren die Gastgeber erstmals in Führung und gaben diese bis zum Spielende nicht mehr her. Bis zur Halbzeit betrug der Abstand bereits vier Tore; in den letzten zehn Minuten vor der Pause fand der Angriff der „Panther“ praktisch nicht mehr statt.

Auch nach der Pause waren die Grünen das dominante Team. Fürstenfeldbruck tat sich schwer, sein Spiel aufzuziehen, auch die Verteidigung verlor ihre Wirkung, da der Rückraum immer besser ins Spiel fand. Bei angezeigtem Zeitspiel hämmerte Jonas Kupijai (vier Tore) einen Wurf aus zehn Meter in den Winkel und unterstrich einmal mehr, warum er nächstes Jahr in der zweiten Liga spielen wird. In den Augen der Brucker war es ein vermeidbarer Treffer gewesen; ein weiterer kam im Laufe des Spiels dazu, als Nick Beutler sich in Unterzahl ein Herz fasste und fast aus dem Nullwinkel einen spektakulären Dreher im Gehäuse der Gäste unterbrachte.

Der TuS stellte seine Deckung um und versuchte nun mit einer 4:2-Formation, den Handlungsspielraum von Dominik Claus, Jonas Kupijai und Co. Einzuschränken – mit Erfolg! Wie schon vor zwei Wochen gegen die SG Nußloch taten sich die Pfalzbiber mit diesem offensiven Druckmittel sehr schwer und hatten Mühe, überhaupt zum gegnerischen Tor vorzustoßen.

Es kam also, wie es kommen musste: Fürstenfeldbruck kam Tor um Tor heran, doch auf zwei Treffer zu verkürzen und das Spiel endgültig wieder spannend zu machen, schafften sie erst zwei Minuten vor Schluss, was sich als zu spät erweisen sollte. Johannes Stumpf, mit sieben Treffern bester Torschütze der Bayern, erzielte per Siebenmeter sogar das 25:26, doch im Gegenzug war es dem besten Torschützen der Hochdorfer, Dominik Claus, vorenthalten, mit seinem sechsten Treffer des Abends alles klar zu machen.

Es war ein gelungener Rundenabschluss vor heimischem Publikum. Die Spieler, die den Verein nach teils vielen Jahren verlassen, wurden gebührend gefeiert, das Spiel war zwar nicht immer attraktiv, aber was zählt, sind die zwei Punkte! Nun steht noch das Saisonfinale bei der TGS Pforzheim an. Anpfiff ist am Samstag um 19 Uhr.

(tfh, 02.05.2015)

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