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Die rechte Hand des Trainers

11. August 2015
HOCHDORF-ASSENHEIM.  Steffen Schneider ist der neue Co-Trainer des Handball-Drittligisten TV Hochdorf. Nach wenigen Wochen als Trainer der männlichen A-Jugend der VTV Mundenheim, mit der er die pfalzinterne Bundesliga-Qualifikation bestritt, nahm Schneider den Posten als Assistent von Trainer Marco Sliwa in Hochdorf an. „Es freut mich, dass der TVH so viel Vertrauen in mich setzt, denn ich bin ein junger Trainer ohne große Erfahrung“, sagte Schneider.

Der 26 Jahre alte Speditionskaufmann, der im Dezember 2013 die B-Trainer-Lizenz erwarb, steht für die Philosophie des TV Hochdorf, jungen Leuten Verantwortung zu übertragen. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits des Spielfeldes. „Es ist mein Ziel, höherklassig zu trainieren“, sagt Schneider. Seine Laufbahn hat er nach einer schweren Schulteroperation 2012 eigentlich beendet. Hin und wieder spielt er aber noch in der Dritten Mannschaft der VTV Mundenheim. „Das ist ja mein Verein. In der ,Ersten’ habe ich es dort versucht, bis es nicht mehr ging“, erklärt Schneider. Danach übernahm er den VTV II in der Verbandsliga. Es war seine erste Trainerstation. Er hat aber ein Herz für den Nachwuchs, weshalb er sich zunächst als Co-Trainer der männlichen B-Jugend zur Verfügung stellte. Im Winter folgte die Berufung zum Cheftrainer der männlichen A-Jugend. Schneider sollte die VTV in die Bundesliga führen. Ein Weg, der ihm nach der hohen Niederlage bei der TSG Friesenheim versperrt blieb. Der Sieg im Rückspiel verschaffte ihm Anerkennung. „Die Jungs hätten es verdient gehabt, Bundesliga zu spielen“, sagt er rückblickend. Hätte Mundenheim die Qualifikation geschafft, wäre er heute wohl nicht in Hochdorf. 

„Die jetzige Aufgabe als Co-Trainer ist mit der bei den VTV vergleichbar, deshalb habe ich zugesagt“, erklärt Schneider. Der Bruder der letztjährigen Bundesliga-Torschützenkönigin Katrin Schneider sieht seine Aufgabe bei den Pfalzbibern vorwiegend darin, Marco Sliwa als Cheftrainer zu entlasten. „Marco macht die Trainingsplanung, ich übernehme in Absprache mit ihm, einige Aufgaben“, sagt Schneider. Ohnehin sieht er bei den Grün-Weißen die Möglichkeit weitere Erfahrung als Trainer zu sammeln. 

Steffen Schneider ist in Hochdorf kein Unbekannter. In jenem Jahr, in dem sein Vater Detlev in der Regionalliga das Trikot der Grün-Weißen trug, begann der Sohn bei der damaligen JSG Hochdorf-Assenheim-Dannstadt. Im zweiten D-Jugend-Jahr verließ der in Maudach lebende Schneider den Verein und schloss sich den VTV Mundenheim an. „Ich wollte leistungsorientiert spielen und da waren die Perspektiven bei den VTV gut“, erinnert sich Schneider. Ein Schritt, den er nicht bereute, denn er holte in der B-Jugend die Südwestdeutsche Meisterschaft und galt als Hoffnungsträger für den Oberliga-Kader. Schneider schaffte im Gründungsjahr der Dritten Liga den Aufstieg mit den Hornissen. „Für mich das schönste Erlebnis“, versichert er. Jetzt hat er als Trainer den Weg in die Dritte Liga gefunden und der Kreis schließt sich.

(Von Jochen Willner, Die Rheinpfalz, 11.08.2015)

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