Facebook

"Wollen das Spiel nicht schon vorher herschenken"

23. August 2016

Beim EDEKA-Cup in Heddesheim habt ihr den dritten Platz erreicht. Bist du zufrieden mit der Leistung?

Von Spiel zu Spiel haben wir uns ein wenig weiterentwickelt, aber man hat auch Licht und Schatten gesehen. Gegen die HG Oftersheim/Schwetzingen sind wir nur schwer ins Spiel gekommen, haben dafür in der zweiten Halbzeit aber sehr gut gespielt. Im Spiel gegen die SG Heddesheim war es genau so. Im Spiel um den Finaleinzug gegen die SG Nußloch haben wir über 47 der 50 Spielminuten einen guten Handball gespielt, aber im Endeffekt war der Gegner vielleicht individuell etwas besser und haben uns aufgezeigt, dass wir in der Abwehr hier und da noch kompromissloser agieren müssen. Das Spiel um Platz drei gegen den TV Großwallstadt war absolut im Rahmen, zumal es schon das vierte Spiel des Wochenende war.

Zuvor habt ihr auch schon an einem Turnier in Merzig teilgenommen und mehrere Testspiele gegen unterklassige Gegner ausgetragen, die ihr ausnahmslos souverän gewonnen habt. Wie viel Aussagekraft haben diese Ergebnisse?

Es ist schwierig, das zu diesem frühen Zeitpunkt einzuordnen. Man weiß nicht, wie oft die Gegner schon trainiert haben, ob — wie bei uns — einige Spieler angeschlagen fehlen. Man darf die Ergebnisse in der Vorbereitung jedenfalls nicht überbewerten. Wir gehen durch die Vorbereitung mit dem Motto »Immer einen Schritt weiter«, haben uns in vielen Aspekten schon gut entwickelt und haben jetzt noch zwei Wochen Zeit, an den letzten Feinschliffen zu arbeiten.

Bevor es jedoch mit dem Liga-Alltag losgeht, steht das DHB-Pokal-Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen an. Ist das dein persönliches Spiel des Lebens?

»Spiel des Lebens« ist womöglich ein bisschen zu hoch gegriffen, aber es stellt auf jeden Fall ein Highlight dar. Da kann man viel mitnehmen, die Atmosphäre aufsagen und dann irgendwann einmal hoffentlich erzählen können, man sich gegen den Deutschen Meister — hoffentlich — gut verkauft. Auch wenn wir der große Underdog sind, sehen wir dieses Spiel wie jedes andere Pflichtspiel und werden alles reinlegen und nicht das Spiel schon vorher herschenken. 

In zwei Wochen geht dann auch die Drittliga-Saison wieder los. Zu Gast ist der TuS Fürstenfeldbruck, der im vergangenen Jahr den zweiten Platz in der Ost-Staffel belegte. Schiebt man sich da die Favoritenrolle für dieses Heimspiel, das ihr sicherlich gewinnen wollt, hin und her?

Wir haben uns noch nicht ausführlich mit Fürstenfeldbruck beschäftigt, aber die sind nicht grundlos Zweiter in der Ost-Staffel geworden! Sie haben eine sehr aggressive Deckung, sind individuell gut ausgebildet und haben es irgendwie immer ummünzen können, die weitesten Fahrten der ganzen Liga absolvieren zu müssen. Die werden auch zu uns mit einem Messer zwischen den Zähnen kommen und alles daran setzen, die zwei Punkte mitzunehmen und uns den Saisonstart verbauen.  Ich bin aber zuversichtlich, dass wir uns in der verbleibenden Zeit so gut auf Fürstenfeldbruck vorbereiten werden, dass wir ihnen Paroli bieten können. 

Vor einer Saison macht man meistens große Pläne, setzt sich Ziele oder denkt sich Philosophien aus. Wie sieht das dieses Jahr bei euch aus?

Wir standen nun einmal vor der Herausforderung, nach elf Abgängen sieben Neuzugänge zu integrieren, weshalb wir die Mannschaft nicht mit irgendwelchen Philosophien überfordern wollten. Dieses Motto »Immer einen Schritt weiter« hat sich jedoch wie ein roter Faden durch die Vorbereitung gezogen. Es wird auch in der Saison in jedem Spiel mindestens ein paar Kleinigkeiten geben, die man verbessern kann. Deshalb denke ich, dass wir mit diesem Slogan gut aufgestellt sind und uns damit identifizieren können.

(Interview: Tobias Faller, 21.08.2016)

Athlet Stiftung AXA Deller Mühlen Erima Gey Personal Görtz Bäcker Nigro Privatbrauerei Eichbaum GmbH & Co. KG sat-europe VR Bank
Aktuelles