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"Wir bleiben schön auf dem Boden" - TV Hochdorf wahrt weiße Weste und übernimmt Tabellenführung

26. September 2018
Mit dem vierten Sieg in Folge hat der Handball-Oberligist TV Hochdorf die Tabellenführung übernommen. Mit einem souverän herausgespielten 30:19 (18:9) Erfolg gegen den HV Vallendar wahrte die Mannschaft von Trainer Steffen Christmann zugleich die weiße Weste. Nachdem der TV 05 Mülheim erstmals bei der HSG Rhein-Nahe-Bingen ohne Punkte blieb, sind die Pfalzbiber derzeit die einzige Mannschaft, die noch ohne Niederlage ist.
"Es ist eine schöne Situation, aber wir werden deshalb nicht in Euphorie verfallen. Dafür gibt es keinen Grund. Wir bleiben schön auf dem Boden. Wir werden auch künftig unserer Linie treu bleiben, von Spiel zu Spiel schauen und uns regelmäßig auf jeden Gegner akribisch vorbereiten", sagte Steffen Christmann. Der 25-jährige B-Lizenz-Trainer sieht seine Mannschaft zwar weiterhin im Aufwärtstrend, dennoch gibt es für ihn noch eine Reihe von Kleinigkeiten, die es zu verbessern gilt. Dies wurde auch in der Partie gegen den HV Vallendar deutlich, in der seine Jungs nach einer schnellen 4:1 Führung, nur wenige Minuten später gar den 4.4 Ausgleich hinnehmen mussten. Der Grund: Vallendar suchte mit dem siebten Feldspieler und damit der zahlenmäßigen Überlegenheit im Spiel den Vorteil zu nutzen und kam so zum durchaus verdienten Ausgleich. "Da hat man gesehen, dass wir in der Defensive nicht sofort die richtigen Lösungen parat hatten", sagte Christmann. Umso erfreulicher war es dann, als die Pfalzbiber nach dem zwischenzeitlichen 5:5 Ausgleich gleich mit vier Toren in Folge davonzogen. "Ab diesem Moment war uns Hochdorf einfach überlegen", meinte Jonas Strüder, der 20 Jahre alte Rückraumspieler der Rheinländer. Auch die direkte Manndeckung gegen Dominik Lenz brachte nicht den erhofften Erfolg für die Gäste. Den Rheinländern unterliefen auch eine Reihe von technischen Fehlern, die Hochdorf zu nutzen wusste. Immer wieder war es Spielmacher Tim Götz, der das Angriffsspiel forcierte und in den letzten sieben Minuten der ersten Hälfte gleich vier Mal traf. Dazu kam, dass der glänzend aufgelegte Torwart Roko Peribonio unmittelbar vor dem Pausenpfiff vier Bälle hintereinander parierte und den erhofften Impuls setzte.
Auch nach dem Wiederanpfiff war Hochdorf vor knapp 300 Zuschauern im Biberbau einfach nicht zu bremsen. Dabei hatte Trainer Christmann seinen Leistungsträgern Tim Götz, Marvin Gerdon, Niklas Schwenzer und Arne Ruf eine Verschnaufpause auf der Bank verordnet. "Wir hatten das Spiel im Griff, da wollte ich einfach mit weiteren Spielern vieles ausprobieren. Uns geht es nicht darum, den Gegner möglichst hoch aus der Halle zu schießen", sagte Christmann. Die Weiterentwicklung von jungen Spielern soll in der Oberliga genutzt werden. Trotz zahlreichen Auswechslungen kam es keinesfalls zu einem Bruch im Spielverlauf. "Es ist schön, wenn wir unseren jungen Spielern problemlos Einsatzzeiten geben können", betonte Christmann. So lobte er auch die junge Garde, um den ebenfalls starken Torhüter Sebastian Volk, der erneut bewies, dass ihm die Zukunft gehört. Der erst 19 Jahre alte Keeper parierte in den letzten 17 Minuten bei 11 Würfen gleich sechs Bälle und musste nur fünf Mal hinter sich greifen. "Das war ganz stark, aber auch Sebastian Jochem, Jona Eschbach und Patrick Müller haben gezeigt, dass sie sich weiterentwickeln", so Christmann. Und so entschied Hochdorf auch die zweite Hälfte mit 12:10 Toren für sich. "Wenn man 30 Tore wirft und nur 19 Tore bekommt, dann kann ein Trainer nicht unzufrieden sein", meinte Christmann augenzwinkernd.
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