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"Ich will die Nummer eins werden"

11. August 2015
Hochdorf-Assenheim. Der erst 17 Jahre alte Alexander Falk zählt auf der rechten Außenbahn zu den größten Talenten in Deutschland. Dennoch wurde er nicht für die morgen beginnende U19-Weltmeisterschaft in Jekaterinburg nominiert. Trotz Angeboten des VfL Gummersbach und des SC DHfK Leipzig entschied sich der Ludwigshafener für einen Wechsel zum Handball-Drittligisten TV Hochdorf.

Am vergangenen Montag hat der Deutsche Handball-Bund seinen Kader für die U19-WM in Russland bekanntgegeben. Sie stehen im Reservekader. Wie groß ist die Enttäuschung? 

"Ich wäre gerne in Russland dabei gewesen. Es ist schade, dass es zunächst nicht gereicht hat. Ich habe beim letzten Lehrgang mein Bestes gegeben und hatte mir auch Hoffnungen auf weitere Länderspiele gemacht. Wichtig war für mich, dass ich vom Bundestrainer als Nummer drei auf der rechten Außenposition in den 28er WM-Kader nominiert und dem Welthandballverband gemeldet wurde. Damit bleibt noch ein Stück Hoffnung. Da nur Spieler aus dem 28er-Kader nachnominiert werden dürfen, bleibt zumindest noch ein Stück Hoffnung. Warten wir mal ab. Es kann noch viel passieren, was ich aber niemandem wünsche. Wenn der Anruf kommen sollte, dann bin ich auf jeden Fall sofort dabei."

Somit haben Sie genügend Zeit, sich beim Handball-Drittligisten TV Hochdorf zu integrieren.

"Absolut. Ich bin mehr als zufrieden. Ich wurde sehr gut aufgenommen. Ich glaube, dass ich hier den nächsten Schritt machen kann. Wichtig ist aber, dass ich spüre, dass der TV Hochdorf auf junge Leute setzt und ihnen das Vertrauen schenkt. Die Entwicklung verläuft sehr positiv. Ich bin zuversichtlich, dass es eine sehr gute Runde werden wird."

Mit 17 Jahren zählen Sie noch zur A-Jugend. Werden Sie in der A-Jugend-Bundesliga weiterhin das Trikot der TSG Friesenheim tragen und deren Spiele bestreiten?

"Ich bin froh, dass es hier jetzt klare Absprachen gibt. Montags trainiere ich mit der A-Jugend in Friesenheim. Sofern es keine zeitlichen Überschneidungen gibt, werde ich in der A-Jugend-Bundesliga spielen. Momentan sieht das gut aus. Mein Erstspielrecht ist aber in Hochdorf."

Ein Spielrecht bei der TSG in der zweiten Liga wird es dann nicht geben.

"Ich kann nur bei einem Verein in einer Männermannschaft spielen. Die Belastung ist schon hoch genug, deshalb mache ich mir darüber keine Gedanken. Wichtig ist, dass ich in beiden Mannschaften ausreichend Spielpraxis bekomme. Dennoch werde ich die eine oder andere Trainingsmöglichkeit nutzen, um mit der Mannschaft von Benny Matschke zu trainieren."

In Hochdorf konkurrieren Sie mit Maximilian Labroue um die Position auf der rechten Außenbahn. Wie sehen Sie Ihre Chancen?

"Mit Max verstehe ich mich sehr gut, dennoch ist es mein Ziel, die Nummer eins zu werden. Ohnehin haben wir eine starke Mannschaft, die nach zwei dritten Plätzen auch diesmal ganz oben mitspielen will."

Der deutliche Sieg gegen Friesenheim hat das angedeutet. 

"Auf jeden Fall, aber nicht allein aufgrund der Höhe des Sieges, sondern weil uns auch sehr viele gute Dinge gelungen sind. Wir wissen den Sieg in der Vorbereitung richtig einzuschätzen und werden diesen nicht überbewerten."

Nochmals zurück zur Nationalmannschaft. Bleibt das Nationaltrikot weiterhin Ihr oberstes Ziel?

"Ich habe fünf Länderspiele bei den U19 bestritten. Es ist schön, mit anderen, die man sonst nur als Gegner kennt, in einer Mannschaft zu spielen. So entstehen auch viele Freundschaften. Wenn es jetzt für die U19 nicht mehr zu weiteren Länderspielen reichen sollte, dann nehme ich in Richtung U21 wieder einen Anlauf und hoffe, Markus Baur wird mich zu den nächsten Lehrgängen einladen."

(Interview: Jochen Willner, Die Rheinpfalz, 07.08.2015)

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