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"Hitzige Situationen gehören zum Derby"

15. Januar 2016

Interview: Im Derby der Dritten Handballliga trifft der TV Hochdorf morgen auf die TSG Haßloch. 1000 Zuschauer werden erwartet. Es steht viel auf dem Spiel. Haßloch steht auf einem Abstiegsplatz und Hochdorf hat das Hinspiel überraschend verloren. Ein Gespräch mit den Trainern Marco Sliwa und Admir Kalabic über Rivalität und Heimbonus.

Wie groß ist die Vorfreude auf diese Partie?

Sliwa: Nach der kurzen Winterpause ist man immer wieder froh, wenn der Spielbetrieb beginnt. Man hofft dann, dass sich die Verletztensituation etwas bessert. Leider ist das bei uns nicht so. Neben Maximilian Bender, Christopher Klee und Dominik Claus steht jetzt auch noch ein Fragezeichen hinter Niklas Schwenzer, der sich einen Muskelfaserriss im Training zugezogen hat. Wir wollen aber nicht jammern. Jetzt müssen eben andere noch eine Schippe drauflegen.

Kalabic: Die Freude ist groß. Ein Derby direkt nach der Pause ist immer etwas Besonderes. Wir haben noch einiges zu tun, um letztlich in der Klasse zu bleiben. 

Derbys gegen Haßloch sind immer von gesunder Rivalität geprägt. Wird die Stimmung morgen angesichts der Tabellensituation besonders aufgeheizt sein?

Sliwa: Ein Derby ist immer etwas Besonderes. Man freut sich schon lange darauf. Dass es gleich das erste Spiel nach der Pause ist, ist auch für die Fans etwas ganz Besonderes. Was die Tabellensituation angeht, ist es für uns ein Spiel wie jedes andere auch. Wir schauen nur auf uns. Die Liga ist derart ausgeglichen, dass der Tabellenplatz wenig Aussagekraft über die Stärke der Mannschaft hat. Wir haben uns wie für jedes andere Spiel gut vorbereitet. Die Mannschaft muss sich für solch eine Partie nicht noch zusätzlich motivieren. Außerdem haben sich meine Jungs für die Rückrunde einiges vorgenommen.

Kalabic: Die Spiele zwischen Hochdorf und Haßloch wurden und werden auch weiterhin von einer großen Rivalität geprägt sein. Da spielt die Tabellensituation keine Rolle. Auch wenn wir in der Kreisklasse gegeneinander antreten müssten, wäre dies so. Es wird für beide Mannschaften immer ein besonderes Spiel sein.

Das Hinspiel hat Hochdorf ja verloren. Haßloch muss gewinnen. Das Team steht auf einem Abstiegsplatz. Erwarten Sie ein taktisch oder vom Kampf geprägtes Spiel?

Sliwa: Sowohl als auch. Es ist eine Partie auf Augenhöhe, die letztendlich von der Stärke in der Abwehr entschieden wird. Meine Mannschaft wird bis zur letzten Minute kämpfen, denn was wir im Hinspiel in Haßloch gezeigt haben, war nicht die wahre Leistungsstärke. Da haben wir noch etwas gut zu machen. Das weiß jeder meiner Spieler. Ich bin überzeugt, dass sich alle zerreißen werden, zumal wir ein Heimspiel haben.

Kalabic: Im Hinspiel ist uns alles sehr gut gelungen, beim Gegner weniger. Wir wollen diese Situation wiederholen. Ich glaube, es wird ein sehr spannendes und knappes Spiel mit dem besseren Ende für die TSG. 

Was spricht für einen Sieg von Hochdorf? 

Sliwa: Wir wollen zeigen, dass wir einen guten Handball spielen. Wir müssen schnell die anfängliche Nervosität ablegen, eine starke Abwehr spielen und den größeren Willen und Leidenschaft zum Sieg zeigen. 

Was spricht für ein Haßlocher Sieg?

Kalabic: Wir haben unsere Stärken oft genug bewiesen, leider auswärts immer wieder die Punkte verschenkt. Das müssen wir jetzt sofort ändern. Wir haben die Pause intensiv genutzt, um an unseren Schwächen zu arbeiten. Die Mannschaft ist hungrig auf das Spiel und will unbedingt die Punkte. Mit den Emotionen sollte dies auch möglich sein. 

Im Sport spricht man häufig von Heimstärke. Die beiden Orte liegen nicht weit auseinander. Kann man da überhaupt von Heimbonus sprechen?

Sliwa: Von einem Heimbonus will ich in einem Derby nicht sprechen. Es wird vieles anders sein. Die Halle wird hoffentlich voll sein, und es werden auch hitzige Situationen entstehen. Das gehört einfach zu einem Derby. Beide Mannschaften werden am Anfang etwas nervös sein. Da wünsche ich mir, dass wir dies schnell ablegen und einen guten Start hinlegen. 

Kalabic: Ich hoffe nicht, dass der Heimbonus eine Rolle spielt. Wir müssen genauso spielen wie damals in der Pfalzhalle (lacht). Heimspiel hin oder her: Jede Partie hat ihre eigene Dynamik. Die Mannschaft, die am Freitagabend weniger Fehler macht, wird das Derby gewinnen.  

(Interview: Jochen Willner, DIE RHEINPFALZ, 14.01.2016)

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