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"Ein lachendes und ein weinendes Auge"

12. Mai 2016

Die Saison 2015/2016 hat der TV Hochdorf erneut auf dem dritten Tabellenplatz beendet. Bist du damit zufrieden?

Absolut. Ich habe der Mannschaft vor der Rückrunde das Ziel ausgegeben, 18 Punkte zu holen. Das hielt ich zum einen für realistisch, zum anderen war ich mir sicher, dass wir es mit dieser Punkteausbeute unter die Top fünf schaffen würden, was vor der Saison unser erklärtes Ziel war. Dass es am Ende sogar Platz drei geworden ist, ist vor allem aufgrund der Umstände, die uns in dieser Saison begleitet haben, bemerkenswert. 

In der Hinrunde habt ihr 15:15 Punkte geholt, in der Rückrunde 24:6. Was habt ihr in der Winterpause anders gemacht?

Steffen Schneider und ich haben sehr viel mit den Spielern gesprochen, haben die ein oder andere Stellschraube gedreht und uns nicht verrückt machen lassen, sondern immer hart gearbeitet und uns gut auf die Gegner vorbereitet. Dazu kam dann auch, dass einige Verletzte zurückgekehrt sind und zusätzlich für Entlastung sorgen konnten. 

Wie bewertest du die Entwicklung der Mannschaft?

Die Mannschaft hat sich sehr gut entwickelt. Vor allem freut es mich, dass sich im Laufe der Saison neue Führungsspieler herauskristallisiert haben.

An wen denkst du da genau?

Stefan Job hat in meinen Augen in dieser Saison den größten Sprung gemacht. Er ist zu einem Leader gereift, der im Training wie im Spiel immer Vollgas gibt. Auch Jan Claussen hat bewiesen, dass er ein Führungsspieler sein kann, obwohl er noch recht jung ist. 

Du hattest ein Jahr als Trainer auf dem Buckel, als du im vergangenen Sommer deine Stelle angetreten hast. Wie zufrieden bist du mit deiner eigenen Entwicklung?

Die Herausforderung, in der Dritten Liga als unerfahrener Trainer zu bestehen, ist sehr groß. Ich denke jedoch, dass ich mich insgesamt gut entwickelt habe, insbesondere im taktischen Bereich, aber auch im Umgang mit Stresssituationen. Aus der Zeit hier kann ich viel mitnehmen!

Im November, als es nicht so lief, haben die Vereinsführung und du euch auf eine Nichtweiterführung eurer Zusammenarbeit geeinigt. Wärst du bei den aktuellen Umständen gerne weiter Trainer beim TVH geblieben?

Es gibt immer ein lachendes und ein weinendes Auge. In der Rückrunde sind einige Dinge vorgefallen, die nicht so gut waren, um es vorsichtig zu formulieren. Ich hätte mir gerne mehr Rückendeckung gewünscht, gerade als langjähriger Spieler und Kapitän im Verein und als neuer Trainer. Das ist aber Schnee von gestern! Viel mehr freut es mich, dass die Mannschaft immer hinter Steffen Schneider und mir stand. Ich denke aber, dass es der richtige Schritt ist, den TVH zu verlassen und freue mich nun auf künftige Aufgaben. 

Die da wären?

Ich mache aktuell meine C-Trainer-Lizenz, aber ein Angebot habe ich nicht angenommen. Ich denke, dass sich mit der Zeit etwas ergeben wird. Ich bin in dieser Hinsicht auch sehr entspannt. Ich bin dem Handball sehr verbunden und es macht mir immer wieder Spaß, in die Halle zu kommen, aber ich bin auch nicht davon abhängig.

(Von Tobias Faller, 12.05.2016)

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