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»Bis zur 25. Minute sensationell«

27. August 2017



Der TV Hochdorf hat zwar sein erstes Saisonspiel in der Runde 2017/2018 mit 26:32 bei der SG Nußloch verloren, doch die junge Mannschaft von Trainer Stefan Bullacher hat sich in den ersten 25 Minuten teuer verkauft.

450 Zuschauer in der Nußlocher Olympiahalle haben zu Beginn der Partie eine Hochdorfer Mannschaft gesehen, die genau das umgesetzt hat, was der Trainer vorgegeben hat. »Bis zur 25. Minuten haben die Jungs das wirklich sensationell gut gemacht«, lobte Trainer Stefan Bullacher, während sein Gegenüber Christian Job feststellte: »Die Nußlocher Mannschaft, die in den ersten 20 Minuten auf dem Feld stand, kannte ich nicht.« Der ehemalige Hochdorfer Mittelmann und Kapitän, der nun in seiner dritten Saison die Geschicke an der Seitenlinie der SGN leitet, wusste: »Hochdorf kann uns mit seiner aggressiven 3:2:1-Deckung Probleme bereiten.« Weil seine Mannschaft zu Spielbeginn den Kampf nicht annahm und keinen Spielfluss zustande brachte, nahm er bereits nach sieben Minuten beim Stand von 2:6 die erste Auszeit und stellte erste Überlegungen an, den siebten Feldspieler einzusetzen, um die Hochdorfer 3:2:1-Deckung, die die Nußlocher Offensivreihe bis dato vollkommen unter Kontrolle hatte, vor neue Probleme zu setzen.

Dann schafften es die Gastgeber jedoch auch ohne den zusätzlichen Mann, das Ruder herumzureißen. Das lag jedoch auch daran, dass das Spiel der Pfalzbiber fünf Minuten vor der Halbzeit einen Bruch erlitt. »Es war ein bisschen so, als würde man den Stecker aus einem Gerät herausziehen. Alles, was vorher gut geklappt hat, hat plötzlich nicht mehr funktioniert. Die Beine sind immer schwerer geworden, man hatte das Gefühl, die Jungs hatten Angst vor der eigenen Courage und Bleischuhe an«, schilderte Bullacher.

An die ersten 25 Minuten will die Mannschaft nun anknüpfen, denn die Lust auf Drittliga-Handball ist bei weitem noch nicht verflogen. Torben Waldgenbach, der in seinem Debüt für den TVH sein Potenzial mit vier Krachern aus dem Rückraum andeutete, sagte: »Es hat richtig Spaß gemacht, auf dem neuen Niveau zu spielen. Es ist ein ganz anderes Tempo und ist viel körperlicher als in der Oberliga oder der JBLH. Nußloch hat am Ende einfach erfahrener und cleverer gespielt, während wir zu viele Fehler gemacht haben.«

»Wir haben eine super Vorbereitung hinter uns, die Jungs sind alle super ambitioniert und motiviert und ziehen super mit«, sagt auch Kapitän Steffen Bühler. »Die Jungs haben in ihrem jungen Alter alle schon einen wahnsinnigen Körper; da fragst du dich, wo die alle herkommen«, flachste der 1,95 Meter große und 105 Kilogramm schwere Kreisläufer nach Spielende. Eine Weisheit hatte er auch noch parat: » Das Spiel war symptomatisch für die Mannschaft, die Liga und alles, was noch kommt: Du spielst wirklich überragend und denkst, dass alles überragend läuft, aber dann kommt ein Bruch ins Spiel und dann ist der Gegner routiniert genug, um die richtigen Entscheidungen zu treffen und du stehst am Ende mit leeren Händen da.« Und Christian Job mahnte seine Truppe im Hinblick auf die Ausgeglichenheit der Liga: »Ohne den Kampf anzunehmen, werden wir uns in jedem Spiel sehr schwer tun.«

(Von Tobias Faller, 27.08.2017)

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